| 11.11.2022, 12:37 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Rittec Umwelttechnik GmbH aus Lüneburg ist es im Rahmen des Forschungsprojektes „DiTex“ gelungen, polyesterhaltige Textilien zu recyceln und aus dem Material selbst wieder neue Textilien zu erstellen. Im Wesentlichen beschränkt sich das Recycling von Textilien auf das Second-Hand-Geschäft sowie die Herstellung minderwertiger Ware wie Dämmmaterialien. Rittec ist es nun gelungen, mithilfe der eingesetzten „revolPET“ Technologie das Polyester-Baumwoll-Gemisch aus getragener Berufskleidung wieder in die Grundchemikalien für die Herstellung von neuem Polyester zu zerlegen. Aus den Grundchemikalien stellte das Thüringische Institut für Textil und Kunststoff (TITK) neues Polyester-Garn und schließlich neue Textilien her. Die Produktion der Grundchemikalien für die PET-Erzeugung aus Textilabfall reduziert den weiteren Rittec-Angaben zufolge die CO2-Emissionen um über 60 Prozent gegenüber der Produktion aus fossilen Rohstoffen. „Für uns und die Textilwirtschaft ist das ein toller Durchbruch. Wir können zukünftig riesige Mengen fossiler Rohstoffe und Energie sparen und Abfälle vermeiden. Aktuell arbeiten wir mit Partnern aus der Textilwirtschaft und der Recyclingindustrie daran, unsere Technologie im industriellen Maßstab einzusetzen“, sagt Carsten Eichert, geschäftsführender Gesellschafter von Rittec. Verwertung von Polyester Die „revolPET“ Technologie von Rittec ist ein kontinuierlicher Prozess für die Verwertung von Polyester. Die selektive Zerlegung des Polyesters in seine Grundbausteine erfolgt zu über 95 Prozent und bei weniger als 160°C. Der ökologisch wie ökonomisch effiziente Prozess eliminiert Verunreinigungen und produziert reine Chemikalien, die in der Produktion neuer Polyesterfasern eingesetzt werden. Diese Fasern sollen über die gleiche Qualität wie Neuware verfügen. Andere Textilbestandteile wie Zellulose, z.B. aus Baumwolle werden separiert und eigenen Verwertungswegen zugeführt. Damit reduziert Rittec auch die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Textilabfall wird somit zur Rohstoffquelle für neue Kleidung. Weitere Informationen: |
Rittec Umwelttechnik GmbH, Lüneburg
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