| 22.05.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das zum italienischen Industrieanlagenbaukonzern Maire Tecnimont gehörende Unternehmen NextChem hat den Erwerb des Kunststoffrecyclingverfahrens CatC abgeschlossen. Laut Pressemitteilung von Tecnimont wurden dazu 51 Prozent der Anteile an dem neu gegründeten Joint Venture MyRemono übernommen, auf das der JV-Partner Biorenova die CatC-Technologie übertragen hat. Biorenova hält die übrigen 49 Prozent an MyRemono. Die dem Deal zugrunde liegende Vereinbarung hatten NextChem und Biorenova im Februar dieses Jahres unterzeichnet (siehe auch plasticker-News vom 03.03.2023). Der aktuellen Aussendung zufolge beläuft sich das finanzielle Volumen der Transaktion auf insgesamt 6,12 Mio. Euro, wovon 4,12 Mio. Euro bereits überwiesen wurden und die restlichen zwei Mio. Euro innerhalb von 36 Monaten fällig werden. Die von der bei Teramo in den Abruzzen ansässigen Biorenova entwickelte CatC-Technologie ist ein kontinuierliches chemisches Recyclingverfahren, mit dem aus sortierten Kunststoffabfällen hochreine Monomere für die Produktion neuer Kunststoffe gewonnen werden können. Bislang wird CatC vor allem beim Recycling von Polymethylmethacrylat (PMMA) bzw. PMMA-Werkstoffen (Acrylglas/Plexiglas) angewendet. Biorenova betreibt eine entsprechende Demonstrationsanlage mit einer Kapazität für das Recycling von etwa 1.600 Tonnen Kunststoffabfall im Jahr. NextChem plant nun mit MyRemono die industrielle Nutzung von CatC für das PMMA-Recycling. Dazu ist bereits der Bau einer größeren Anlage mit einer Recyclingkapazität von 5.000 Jahrestonnen geplant, die im zweiten Halbjahr 2025 in Betrieb genommen werden soll. Das JV will künftig sowohl Lizenzen für die Technologie vergeben als auch Dienstleistungen bei der Planung von Prozessen und Anlagen anbieten. Zudem soll das Verfahren für das Recycling von anderen Kunststoffen, insbesondere Polystyrol (PS), optimiert und weiterentwickelt werden. Die Tecnimont-Gruppe baut laut früheren Angaben von CEO Alessandro Bernini mit dem Erwerb von CatC ihr technologisches Portfolio im Bereich Depolymerisation weiter aus. Erst kürzlich hatte die Konzerntochter NextChem auch die Mehrheitsanteile an dem in Rom ansässigen Technologieunternehmen Conser übernommen, das prozessflexible Verfahren zur Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen und verschiedenen, zum Teil biobasierten Spezialitäten entwickelt und lizenziert (siehe auch plasticker-News vom 21.04.2023). Weitere Informationen: |
NextChem S.p.A., Rom, Italien
» insgesamt 7 News über "NextChem" im News-Archiv gefunden
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