| 09.01.2025, 09:50 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Manfred Roth engagierte sich für die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Umwelt. Der Unternehmer ist am dritten Januar im Kreis seiner Familie in seinem 86. Lebensjahr gestorben. Die Geschichte seiner Familie und des Familienunternehmens hat Manfred Roth in drei Büchern festgehalten. In den vergangenen Monaten hatte er sich einer Buchreihe gewidmet, die die Geschichte des Hinterlands und des Unternehmertums in der Region widmet. Zwei der Bände „Vom Hinterland zum Vorderland“ sind bereits erschienen - (Bild: Roth Industries). Schon frühzeitig hatte Manfred Roth die Weichen für die Weiterführung des Familienunternehmens gestellt und schrittweise Verantwortung auf seine Kinder übertragen. Diese hatten bereits langjährige Führungserfahrung in wichtigen Funktionen des Unternehmens gesammelt und wurden schließlich in die Geschäftsführung der Roth Industries mit Hauptsitz in Dautphetal-Buchenau berufen. Im Jahr 2019 zog sich Manfred Roth dann aus der Geschäftsführung zurück. Im Familienunternehmen war er weiter als Berater präsent und blieb in dieser Funktion Mitglied des Executive Board. Mit 21 Jahren trat Manfred Roth im Jahr 1961 in den Betrieb seines Vaters Heinrich Roth ein, als dieser schwer erkrankte und übernahm die unternehmerische Verantwortung. Das erste Produktprogramm waren Kesselöfen mit handwerklichen Fertigungen in Silberg und Mornshausen. Bereits beim Einstieg in den väterlichen Betrieb hatte Manfred Roth die Vorstellung, den 1947 gegründeten Familienbetrieb zu einem dynamischen Industrieunternehmen mit mehreren technologie- und marktführenden Geschäftsfeldern zu entwickeln. Für ihn stand fest, dass ein ausgewogen diversifiziertes Unternehmen größere Krisenresistenz und Wachstumschancen bietet. Studium in der Nähe des Unternehmens Als Manfred Roth in den Familienbetrieb eintrat, musste er sein Maschinenbaustudium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen unterbrechen, später sogar ganz aufgeben. Er ließ dennoch von seinem Plan nicht ab, ein Studium aufzunehmen. Als es seinem Vater gesundheitlich besser ging, entschied er sich im Jahr 1963, Volkswirtschaftslehre an der Philipps-Universität in Marburg zu studieren und war damit in der Nähe des Unternehmens. 1968 schloss er das Studium als Diplom-Volkswirt ab. Vom Handwerksbetrieb zum international tätigen Unternehmen Manfred Roth entwickelte den handwerklichen Betrieb seines Vaters Heinrich Roth zum international tätigen Unternehmen. Heute ist das Familienunternehmen mit verschiedenen Firmen, rund 1400 Mitarbeitern und 28 Produktions- und Vertriebsunternehmen weltweit vertreten. Mit verschiedenen Sparten zählt Roth Industries zu den innovativen Unternehmen in der Gebäude- und Industrietechnik. Der Hersteller verfügt mit den spartenübergreifenden Kompetenzfeldern Energie, Wasser und Kunststoff über eine große Leistungsfähigkeit. Verantwortung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft Von 1990 bis 2001 war Manfred Roth Präsident der Industrie- und Handelskammer, Dillenburg, und förderte mit seinem Wirken die Entwicklung der heimischen Wirtschaft. Für sein vielfaches ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement erhielt Manfred Roth 2007 das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Roth unterstützt soziale Organisationen, kulturelle Projekte, das regionale Vereinsleben, Projekte im Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildung und engagiert sich stark für die Zusammenarbeit der Wirtschaft mit Schulen, Hochschulen und Universitäten. Seit seinem Studium fühlte sich Manfred Roth besonders mit der Philipps-Universität in Marburg verbunden. Weitere Informationen: www.roth-industries.com |
Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal
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