| 14.08.2025, 09:47 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In Ost- und Südostasien bahnt sich möglicherweise eine Müllkrise an. Laut einem neuen OECD-Bericht könnte die Menge an Kunststoffabfällen in der Region, die in die Umwelt gelangt, bis 2050 um fast 70 Prozent zunehmen. Schon 2022 landeten dort schätzungsweise 8,4 Millionen Tonnen Kunststoff in der Umwelt. Vieles davon treibt über Flüsse, Küsten und Handelsrouten direkt ins Meer. Japan gilt trotz moderner Entsorgungssysteme als Mitverursacher, spielt aber auch eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Meeresverschmutzung. Besonders betroffen sind Küsten wie auf Okinawa, wo auch Müll aus Nachbarstaaten angeschwemmt wird. Von den jährlich in der Region verwendeten 152 Millionen Tonnen Kunststoff entfallen große Mengen auf kurzlebige Produkte wie Verpackungen. Die OECD warnt, dass sich der jährlich in die Umwelt abgegebene Plastikmüll bis 2050 auf bis zu 14,1 Millionen Tonnen erhöhen könnte – davon rund 5,1 Millionen Tonnen direkt in Flüsse, Küsten und Meere. Der Bericht empfiehlt weitreichende Gegenmaßnahmen, darunter Verbote für bestimmte Einwegprodukte, Sondersteuern sowie verbindliche Recyclingquoten. Der Plastikverbrauch könnte so um fast ein Drittel reduziert werden. Parallel zu den regionalen Entwicklungen laufen auf internationaler Ebene Gespräche über ein globales Abkommen gegen Plastikverschmutzung. In Genf haben dazu in dieser Woche neue Verhandlungsrunden begonnen. Erdölproduzierende Länder bestehen allerdings auf Einstimmigkeit, was die Suche nach Kompromissen erheblich erschwert. Ziel des geplanten UNO-Abkommens ist es, die jährlich weltweit produzierten über 400 Millionen Tonnen Plastik deutlich zu reduzieren. Derzeit werden davon laut OECD nur rund zehn Prozent recycelt. Weitere Informationen: www.oecd.org |
OECD - Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Paris
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