| 02.09.2025, 10:51 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Recyclingunternehmen matterr siedelt sich im Chemiepark Knapsack an und hat angekündigt, im Werksteil Hürth eine kleinindustrielle Depolymerisationsanlage mit einer Jahreskapazität von rund 10.000 Tonnen zu bauen. Der Spatenstich ist für 2026 geplant. In der neuen Anlage sollen rund 30 Mitabeiter beschäftigt werden. Innovative Recycling-Technologie für Polyester-Abfälle Das patentgeschützte Depolymerisationsverfahren von matterr verarbeitet gemischte PET-Abfälle – wie Mischgewebe und mehrschichtigen Verpackungen – unter atmosphärischem Druck in seine ursprünglichen Primärstoffe. Nach einer Aufreinigung können diese in bestehenden Polyester-Produktionsanlagen zu neuwertigen Produkten verarbeitet werden und dabei fossile Rohstoffe aus petrochemischen Verfahren vollständig ersetzen. Für seine Produktion will das Unternehmen in Knapsack die vorhandene Verbundstruktur nutzen und einzelne Stoffe von Anlagenbetreibern vor Ort beziehen. „Der Chemiepark Knapsack ist für uns der ideale Standort: Mit seinem klaren Fokus auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft passt er hervorragend zu unserem Ansatz“, sagt Melanie Hackler, CEO von matterr. „Gemeinsam mit Yncoris (Betreiber des Chemieparks) schaffen wir hier die Basis für eine zukunftsorientierte, kreislaufbasierte PET-Industrie unabhängig von fossilen Rohstoffen. Gleichzeitig wollen wir beweisen, dass unser Ansatz ökonomisch tragfähig ist und neue Maßstäbe für nachhaltige Lieferketten in diversen Industrien setzen kann.“ Der Chemiepark Knapsack entwickelt sich seit einigen Jahren in Richtung Kreislaufwirtschaft. matterr ist bereits das dritte Unternehmen am Standort, das sich dem Thema Recycling widmet. Im letzten Jahr sicherte sich bereits LyondellBasell eine große Fläche im neuen Werksteil Hürth-Süd, um dort ein integriertes Recycling- und Weiterverarbeitungszentrum für Kunststoffabfälle zu bauen. Schon seit April 2021 recycelt Palurec in einer Anlage im Chemiepark Knapsack Getränkekartons. Zudem kann im seit 2009 bestehenden Ersatzbrennstoffkraftwerk aus Abfällen, die sich nicht mehr recyceln lassen, Dampf gewonnen werden. Dieser Dampf ist wiederum wichtiger Teil der Produktion am Standort. Weitere Informationen: www.matterr.de |
matterr GmbH, Braunschweig
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