| 28.01.2026, 13:49 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Asahi Kasei, Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical haben eine Grundsatzvereinbarung zur Gründung einer gemeinsamen Betriebsgesellschaft für ihre Ethylenproduktionsanlagen in Westjapan geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist es, die Produktionsstrukturen zu optimieren und die Dekarbonisierung der Ethylenherstellung voranzutreiben. Kern der Vereinbarung ist die schrittweise Stilllegung des Ethylen-Crackers der Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene Corp. (AMEC) am Standort Mizushima in der Präfektur Okayama bis zum Fiskaljahr 2030. Parallel dazu soll die Ethylenproduktion in der Anlage von Osaka Petrochemical Industries, Ltd. (OPC) im Werk Takaishi (Senboku), Präfektur Osaka, konsolidiert werden. Der Betrieb der beiden Anlagen soll künftig unter dem Dach einer neu zu gründenden gemeinsamen Gesellschaft erfolgen. Die drei Unternehmen hatten zuvor gemeinsam Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Anpassung der Produktionskapazitäten ihrer Ethylenanlagen geprüft. In diesem Zusammenhang bewarben sie sich erfolgreich um eine Förderung im Rahmen des „Fiscal 2025 Support Program for Energy and Manufacturing Process Conversion in Hard-to-Abate Industries“ des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI). Das Förderprogramm unterstützt unter anderem die Umstellung auf alternative, nicht fossile Rohstoffe. Auf Basis dieser Förderung plant Asahi Kasei am Standort Mizushima den Bau einer ersten Anlage zur Herstellung von Ethylen, Propylen und weiteren Grundchemikalien aus Bioethanol. Zum Einsatz kommen soll die derzeit in Entwicklung befindliche „Revolefin“-Technologie. Nach einer Evaluierung von Anlagenleistung, Betriebserfahrungen und Prozessparametern streben die drei Unternehmen an, ab dem Geschäftsjahr 2034 eine gemeinsame kommerzielle Produktion aufzunehmen. Im Zuge der Stilllegung des AMEC-Crackers werden Asahi Kasei und Mitsubishi Chemical die notwendigen Umrüstungsmaßnahmen umsetzen. Auch am OPC-Standort Senboku, der künftig als zentraler Produktionsstandort dient, sind Anpassungen der bestehenden Anlagen vorgesehen. Nach der Einstellung des Betriebs sollen der Cracker und die zugehörige Infrastruktur in Mizushima zeitnah zurückgebaut werden. Anschließend wollen die Unternehmen gemeinsam prüfen, wie der frei werdende Standort künftig genutzt werden kann, um zur CO₂-Neutralität beizutragen. Ethylen ist eine zentrale Ausgangssubstanz der petrochemischen Industrie und Grundlage für zahlreiche chemische Wertschöpfungsketten. Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen an die Reduktion von Treibhausgasemissionen sehen die Unternehmen eine verstärkte Kooperation und den Austausch von Technologien als notwendig an, um strukturelle und technologische Grenzen einzelner Akteure zu überwinden. Mit der Grundsatzvereinbarung vertiefen Asahi Kasei, Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical ihre Zusammenarbeit im Bereich der Grundchemikalien. Die Kooperation soll auf transparenter Unternehmensführung sowie einer fairen und nachvollziehbaren Kosten- und Gewinnverteilung basieren. Durch die Nutzung staatlicher Förderinstrumente verfolgen die Unternehmen das Ziel, die Umstellung auf dekarbonisierte Grundchemikalien zu beschleunigen und langfristig tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Weitere Informationen: www.asahi-kasei.com |
Asahi Kasei Corporation, Tokio, Japan
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