| 11.02.2026, 10:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat am 4. Februar 2026 im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Grünstoff Kunststoff-Recycling GmbH, Frankfurt am Main, die vorläufige Verwaltung des Vermögens angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Miguel Grosser, Frankfurt am Main, von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter bestellt. Die Grünstoff Kunststoff-Recycling GmbH hat sich auf das werkstoffliche Recycling von Kunststoff-Produktionsabfällen spezialisiert. Das Unternehmen bietet flexible Lösungen für den Ankauf, die Verwertung und den Verkauf hochwertiger Recyclate – insbesondere von technischen Kunststoffen wie von von Polycarbonat-Halbzeugen aus industriellen Produktionsprozessen und weiteren thermoplastischen Materialien. Grünstoff entwickelt zudem individuelle Entsorgungskonzepte. Wie das Unternehmen gegenüber dem plasticker bestätigt, ist Ziel des Verfahrens die nachhaltige Sanierung sowie die Gewinnung eines strategischen Investors zur langfristigen Stabilisierung und Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebs. Grünstoff verarbeitet vor allem Polycarbonat aus Platten, Formteilen und Folien. Darüber hinaus werden Stoffströme aus PET-G, PET-A sowie PC/ABS-Compounds aufbereitet. Das Unternehmen verfügt über etablierte Lieferbeziehungen zu Herstellern, Kunststoffverarbeitern und Compoundeuren im In- und Ausland. Die Aufbereitung erfolgt über spezialisierte Verfahren, mit denen technische Rezyklate für industrielle Anwendungen bereitgestellt werden. Der Fokus liegt auf qualitätsgesicherten Materialien für anspruchsvolle Wertschöpfungsketten. Als Gründe für den Insolvenzantrag werden die aktuell volatilen Marktbedingungen in der Kunststoffbranche genannt. Trotz der weiterhin hohen Bedeutung von Kreislauflösungen und Rezyklaten in industriellen Anwendungen habe das wirtschaftliche Umfeld zu zunehmendem Druck auf das Unternehmen geführt. Mit dem eingeleiteten Verfahren sollen bestehende Strukturen unter stabilisierten Rahmenbedingungen neu geordnet werden. Der Geschäftsbetrieb wird nach Unternehmensangaben uneingeschränkt fortgeführt. Parallel dazu wurde ein strukturierter Investorenprozess gestartet. Angesprochen sind insbesondere strategische Investoren aus der Kunststoff- und Recyclingbranche, für die sich durch eine Übernahme der Zugang zu etablierten internationalen Lieferketten sowie zu spezifischem Know-how im Bereich technischer Thermoplaste eröffnen könnte. Das Recycling von Polycarbonat gilt als spezialisiertes Segment innerhalb der Kunststoffwirtschaft. Die Aufbereitung erfordert materialtechnisches Fachwissen und prozessuale Erfahrung, da hohe Qualitätsanforderungen an die Rezyklate gestellt werden. Vor diesem Hintergrund wird das eingeleitete Investorenverfahren als entscheidend für die zukünftige Positionierung des Unternehmens im europäischen Marktumfeld angesehen. Weitere Informationen: www.gruenstoff.com, www.jaffe-rae.de |
Grünstoff Kunststoff-Recycling GmbH, Frankfurt am Main
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