| 13.05.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 1 Minute |
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Der Automobilzulieferer Mahle will seinen Standort in Neustadt an der Donau in der ersten Jahreshälfte 2027 schließen. Das Werk mit rund 350 Beschäftigten besteht seit 1987 und produziert vor allem Klimageräte für Premium-Pkw. Als Gründe nennt das Unternehmen auslaufende Kundenaufträge, rückläufige Marktentwicklungen sowie zunehmenden Kostendruck durch asiatische Wettbewerber in Europa. Dadurch könne das bisherige Umsatzniveau am Standort nicht gehalten werden. Ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb sei nicht mehr möglich. Die Produktionslinien sollen ab Ende 2026 schrittweise heruntergefahren werden. Parallel ist ein entsprechender Abbau der Belegschaft vorgesehen. Mahle will mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan aufnehmen. Ziel seien sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Beschäftigten. Nach Angaben des Unternehmens hatten Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und Werkleitung in den vergangenen Jahren verschiedene Möglichkeiten geprüft, um den Standort zukunftsfähig aufzustellen. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien unter anderem der lohnintensive Fertigungsanteil, die hohe Variantenvielfalt sowie begrenzte weitere Automatisierungsmöglichkeiten gewesen. Zudem seien Kunden zunehmend nicht bereit, das aus den Standortkosten in Deutschland resultierende Preisniveau zu akzeptieren. Mahle betreibt weltweit 127 Standorte, darunter 49 Werke in Europa mit rund 25.500 Beschäftigten. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 64.000 Mitarbeitende in 28 Ländern. Im Jahr 2025 erzielte Mahle einen Umsatz von 11,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen: www.mahle.com |
Mahle International GmbH, Stuttgart
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