| 08.06.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Engel hat ein neues Maschinenkonzept für clearmelt-Anlagen auf Basis der duo combi M Zwei-Platten-Spritzgießmaschine entwickelt. Wie das Unternehmen im Vorfeld der Kuteno 2026 mitteilt, verkürzt die geänderte Anordnung von Spritzaggregat und Polyurethan-Equipment PUR-Zuleitungen, reduziert den Platzbedarf und senkt den Aufwand für Installation, Betrieb und Wartung.Die clearmelt Technologie ist seit vielen Jahren in der Serienfertigung etabliert. Dabei werden thermoplastische Bauteile im Werkzeug mit einer transparenten oder eingefärbten Polyurethan-Schicht überflutet. So entstehen direkt im Spritzgießprozess hochwertige, kratzfeste Oberflächen. Auch funktionale Folien lassen sich integrieren. Nachgelagerte Lackier- oder Beschichtungsprozesse können in vielen Anwendungen entfallen. ![]() Das neue Anlagenkonzept für clearmelt, hier gezeigt an einer Engel duo 5500 combi M Spritzgießmaschine, benötigt laut Engel rund 25 Prozent weniger Stellfläche und arbeitet mit deutlich kürzeren PUR-Zuleitungen. Es verringert demnach die Investitionskosten, ermöglicht schnellere Farbwechsel und eine flexiblere Nutzung der Farbeinheiten. Das soll die Produktion von Bauteilen mit hochwertiger PUR-Oberfläche noch wirtschaftlicher machen - (Bild: Engel). Technische Grundlage des neuen Konzepts ist die combi-M-Bauweise der Engel duo Zwei-Platten-Spritzgießmaschinen. Die thermoplastische Komponente wird künftig über ein Spritzaggregat auf der beweglichen Maschinenseite eingespritzt. Die Standardspritzeinheit auf der Seite der festen Aufspannplatte entfällt; dort wird stattdessen das PUR-Equipment positioniert. Der PUR-Mischkopf befindet sich damit näher am Werkzeug. Durch diese Anordnung werden Fließwege und Leitungsvolumina für das Polyurethan deutlich reduziert. Aufwendige Rohrleitungen und bewegte Schläuche sind nicht erforderlich. Besonders bei Mehrfarbanwendungen sinkt dadurch der Investitions- und Installationsaufwand, da bislang für jede Farbe eigene Leitungen notwendig waren. Das Anlagenkonzept ist auch in gespiegelter Ausführung verfügbar. Dadurch kann die Materialversorgung auf der gewohnten Seite bleiben, was die Integration in bestehende Hallen- und Logistikkonzepte erleichtert. Zudem ermöglicht das Konzept eine flexiblere Nutzung der Farbeinheiten. Diese waren bisher fest an einzelne Maschinen gebunden; ungenutzte Farbleitungen mussten permanent zirkulieren. Künftig entfallen diese Zirkulation sowie Spülvorgänge beim Trennen der Farbeinheiten von der Produktionszelle. Farbwechsel sind laut Engel in weniger als zehn Minuten möglich. Betreiber können Farbeinheiten damit bedarfsgerechter auf mehrere Anlagen verteilen und Stillstandszeiten reduzieren. Bestehende clearmelt Werkzeuge können weiterverwendet werden und müssen lediglich umgedreht werden. Die Anlage bleibt außerdem nicht auf clearmelt Anwendungen beschränkt, sondern kann aufgrund der duo combi M Bauweise auch für Standard-Spritzgießprozesse genutzt werden. Eine spätere Nachrüstung mit einem Spritzaggregat auf der festen Seite ist möglich. Engel beziffert die Reduzierung des Footprints auf 25 Prozent. Die ersten Anlagen nach dem neuen Konzept sollen im Herbst in Betrieb gehen. Ab November steht im Engel-Technikum in Shanghai eine clearmelt Produktionslösung für große Exterieurteile für Kundenversuche zur Verfügung. Kuteno 2026, 09.-11. Juni 2026, Bad Salzuflen, Stand 20-G19 Weitere Informationen: engelglobal.com |
Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich
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