| 18.06.2026, 10:38 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Evonik setzt seine Transformation mit zusätzlichen Struktur- und Effizienzmaßnahmen bis 2029 fort. Vorstand und Arbeitnehmervertreter haben sich auf ein konzernweites Programm verständigt, das sämtliche Geschäfts- und Verwaltungsbereiche umfasst. Bis Ende 2029 sollen weltweit rund 3.200 Stellen abgebaut werden, davon etwa 2.150 in Deutschland. Der Stellenabbau soll durch Effizienzsteigerungen, Digitalisierung, Outsourcing sowie die Prüfung von Offshoring-Möglichkeiten erreicht werden. Bereits im Rahmen des seit Oktober 2023 laufenden Programms „Evonik Tailor Made“ sowie weiterer Maßnahmen in den Geschäftsbereichen werden bis Ende 2026 rund 2.800 Stellen entfallen. Nach Angaben des Unternehmens soll der Personalabbau weiterhin sozialverträglich erfolgen. Die konkrete Ausgestaltung werde in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt. Zusätzlich beendet Evonik im Segment Custom Solutions im Jahr 2027 das globale Polyester-Geschäft. Betroffen sind die Standorte Witten und Marl in Deutschland sowie eine Produktionsanlage in Shanghai. Das Geschäft erzielt einen Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro, ist jedoch seit mehreren Jahren nicht profitabel. Im Zuge der Schließung des Standorts Witten entfallen 266 Arbeitsplätze. Am Standort Marl werden 45 Stellen abgebaut, in Shanghai weitere 35. Evonik begründet den Schritt mit anhaltendem globalem Wettbewerbsdruck, strukturellen Nachteilen europäischer Produktionsstandorte sowie einer rückläufigen Marktdynamik. Nach Unternehmensangaben erwiesen sich die geprüften Alternativen nicht als dauerhaft wirtschaftlich tragfähig. Vorstandsvorsitzender Christian Kullmann verweist auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld mit schwachem Wachstum und zunehmendem internationalen Wettbewerbsdruck. Ziel der Maßnahmen sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns langfristig zu stärken. Weitere Informationen: www.evonik.de |
Evonik Industries AG, Essen
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