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02.11.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Oni: Neue Umkehrosmoseanlage soll Wasserverbrauch um bis zu 45 Prozent senken

"Oni-AquaHeRO" - (Bild: Oni).
"Oni-AquaHeRO" - (Bild: Oni).
Die Oni-Wärmetrafo GmbH mit Sitz in Lindlar hat auf der Fakuma 2026 die Umkehrosmoseanlage "Oni-AquaHeRO" vorgestellt. Sie dient der Entsalzung von Nachspeisewasser für Kühlanlagen, Temperierprozesse und Hochdruckbefeuchtungssysteme. Nach Herstellerangaben kann die adaptive Regelung den Wasserbedarf bei der Aufbereitung gegenüber konventionellen Umkehrosmoseanlagen um bis zu 45 Prozent verringern. Die Höhe der Einsparung hängt insbesondere von der Rohwasserqualität, der geforderten Permeatqualität und den Betriebsbedingungen ab.

Entsalzung bei erhöhten Anforderungen an die Wasserqualität
In wasserführenden Kreisläufen können Ablagerungen und Biofilme die Wärmeübertragung beeinträchtigen, Korrosion begünstigen und den Wartungsaufwand erhöhen. Für Spritzgießmaschinen und Temperiergeräte wird teilweise eine elektrische Leitfähigkeit von höchstens 500 µS/cm verlangt. Bei Hochtemperaturprozessen oberhalb von 180°C liegen die zulässigen Werte mitunter bei 30 bis 50 µS/cm. Regional verfügbares Trinkwasser überschreitet diese Grenzen häufig.

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Die "Oni-AquaHeRO" senkt die elektrische Leitfähigkeit des aufbereiteten Nachspeisewassers nach Anbieterangaben auf unter 15 µS/cm. Die Umkehrosmose erreicht abhängig vom jeweiligen Wasserinhaltsstoff und den Betriebsbedingungen Rückhalteraten von bis zu 99 Prozent für Salze, Schwermetalle und Mikroorganismen. Im Unterschied zu einer reinen Enthärtung werden dabei auch gelöste Salze einschließlich korrosionsfördernder Chloride aus dem Wasser entfernt.

Regelung passt sich Wasserqualität und Membranzustand an
Das System berücksichtigt die Rohwasserqualität, die geforderte Permeatqualität, die Temperatur und den Zustand der Membranen. Betriebs- und Wasserqualitätsparameter werden kontinuierlich erfasst und zur automatischen Anpassung der Wasserausbeute (Recovery-Rate) und der Spülintervalle genutzt. Dadurch sollen Konzentratverluste und der Bedarf an Frischwasser reduziert werden. Hinzu kommen eine kontinuierliche Zustandsüberwachung und ein energieoptimierter Pumpenbetrieb. Als Gegendruckanlage benötigt das System keinen offenen Vorratsbehälter, wodurch sich das Risiko einer Verunreinigung oder Verkeimung des aufbereiteten Wassers verringern lässt.

Ergänzung der Aufbereitung im Kühlkreislauf
Mit der neuen Anlage ergänzt Oni die bereits angebotene Ultrafiltrationsanlage "Oni-AquaClean", die das Wasser im laufenden Kühlkreislauf mittels Filtration und integrierter Ozonierung behandelt. Mikroorganismen werden dabei inaktiviert und aus dem Wasser entfernt. Nach Unternehmensangaben kann der Einsatz chemischer Biozide in halboffenen Kühlsystemen dadurch entfallen und in offenen Systemen reduziert werden. Die beiden Verfahren setzen an unterschiedlichen Stellen an: bei der Qualität des zugeführten Nachspeisewassers und bei der Behandlung des zirkulierenden Wassers.

Für die "Oni-AquaHeRO" erhielt das Unternehmen beim "Fakuma Innovation Award 2026" den zweiten Platz in der Kategorie "Enabler der Kunststofftechnik (Peripherie)".

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026

Weitere Informationen: www.oni.de

Oni-Wärmetrafo GmbH, Lindlar

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