| 09.10.2003 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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PET-Flaschen haben im Bereich der Getränkeverpackungen stark an Bedeutung gewonnen. Unter anderem haben sie den Vorteil über den Getränkevertrieb weitgehend sortenrein gesammelt und damit auch recycliert werden zu können. Dieser Aspekt rückte durch die Einführung des Flaschenpfandes auf PET-Getränkeflaschen wieder in den Mittelpunkt und stellt die PET-Verarbeiter vor die Herausforderung, neben Neuware und Farbadditive auch Mahlgut, Flakes oder granuliertes Recyclat zu verarbeiten. Für diesen Anwendungsfall hat die Alfons Tschritter GmbH (www.tschritter.com) ein speziell zugeschnittenes Dosiergerät entwickelt. Hierbei fließt die Neuware frei aus dem Trockner in das Dosiergerät. Mahlgut und Farbe werden pro Schuss hinzudosiert und die Drehzahl der Dosierschnecken passen sich automatisch der Einzugszeit der Spritzgießmaschine an. Das Dosiergerät SK3 nutzt das Fließverhalten des Neuwaregranulates, indem es einen negativen Schüttkegel erzeugt, in den die Flakes eindosiert werden. Der negative Schüttkegel zieht das Mahlgut mit ein, sobald Neuware von der Spritzgießmaschine entnommen wird. Auf diese Weise lassen sich, abhängig von Korngrösse, Kornform und Fließverhalten, bis zu 30% Flakes oder bis zu 50% Regranulat in die Spritzgießmaschine eindosieren. Die Additive werden ebenfalls in einen negativen Schüttkegel, direkt über dem Einzug der Spritzgießmaschine zudosiert. Der PET-Verarbeiter hat hier die Möglichkeit neben normalem Farbbatch auch Microbatch auf PET-Basis oder Holcobatch auf Wachsbasis zuzugeben. Speziell für das wachsgebundene Holcobatch und um hier zu vermeiden, dass die Farbe durch heiße Luft bereits frühzeitig aufschmilzt, agglomeriert oder schmiert, wurde ein speziell wassergekühlter und zur Neuware hin isolierter Dosierschacht entworfen. Dieser sorgt dafür, dass das Holcobatch bis zum Schneckeneinzug ohne Wandanhaftungen bzw. Anbackungen gelangt. Bei Kontakt mit der heißen Neuware schmilzt das Wachsadditiv auf und verhält sich ähnlich wie Flüssigfarbe, allerdings ohne die Nachteile, die das Trägeröl der Flüssigfarbe mit sich bringt. Auch die Dosierstation ist darauf hin optimiert, Wärmestrahlung, direkte Wärmeeinleitung und Wärmeübertragung durch heiße Luft zu vermeiden. Der Farbaustrag erfolgt durch eine, für weitgehend pumpfreie Förderung optimierte, Dosierschnecke. Mit dieser lassen sich auch kleinste Farbmengen sehr wiederholgenau zugeben. So wurde auf einer Labormaschine zur Abmusterung der Preforms eine Dosierung von 0,06% bei einem Schußgewicht von 40 Gramm realisiert. Die Kompaktsteuerung des Dosiergerätes SK3-PET erlaubt die Rezepteingabe in Prozent. Der Verarbeiter kann hierbei wählen, ob der Farbanteil des Mahlgutes mit in die Berechnung der einzudosierenden Farbmenge einbezogen werden soll, oder ob das Mahlgut wie eine Fremdkomponente behandelt wird. Die Testdosierung erfolgt vollständig benutzergeführt, um Eingabe- und Berechnungsfehler zu minimieren. Benutzerführung und Störmeldungen erfolgen in Klartext, der zwischen zwei Sprachen umschaltbar ist. Standardmäßig sind die Sprachen Deutsch und Englisch implementiert. Es sind aber auch andere Sprachen lieferbar. Die integrierte Fördersteuerung sorgt für die Beschickung des Neuware- und Mahlguttrockners und saugt Masterbatch in die Farbstation. Ist eine Förderanlage zur Beschickung der Trockner bereits vorhanden, so kann die Farbstation auch mittels integrierten Venturi-Förderer beschickt werden. Fakuma 2003, Friedrichshafen, 14.-18.10.2003, Halle B1, Stand 7116 |
A. Tschritter GmbH, Dorfprozelten
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