| 25.06.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Rund 20.000 Tonnen mehrschichtige Polyolefinrohre für Haustechnik und Kanalisation hat die Poloplast GmbH & Co. KG (www.poloplast.com) im Jahr 2007 produziert. Dieses Stammgeschäft trug bei guten Wachstumsraten einschließlich ergänzender Produkte wie Rohrdurchführungssysteme rund 90 Prozent zum Umsatz bei. Am dynamischten - mit jährlichen Zuwachsraten von etwa 50 Prozent - entwickle sich jedoch der 2005 gestartete Geschäftsbereich Kundenspezifische Compoundierung, erklärt der Technische Geschäftsführer Dr. Jürgen Miethlinger. 14.000 Tonnen habe man im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgeliefert. Kleinere Geschäftsfelder bilden die beiden Bereiche Spritzgießtechnik und Lizenzwesen. Mehr Fläche für die Rohrtechnik Weit überwiegender Umsatzträger ist nach wie vor das Geschäft mit mehrschichtigen Kunststoffrohren für Haustechnik, Wasserversorgung und Kanalisation. Die produzierte Menge entspricht laut Jürgen Miethlinger 13.800 Kilometer Rohrlänge und 22 Mio. Formstücken. Auf das Wachstum der letzten Jahre reagiert Polyplast mit Bau eines kurz vor Inbetriebnahme stehenden, 12.000 Palettenplätze umfassenden Logistikzentrums mit komplett überdachten Verladezonen in Leonding sowie dem Erwerb zusätzlicher Grundflächen am Standort Ebenhofen. Zuwachsraten verzeichnet vor allem der Export, auch Russland, wo Miethlinger eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Produkten beobachtet. Aufgrund der nicht einfachen Logistik von Österreich nach Russland sei ein Produktionsstandort dort durchaus denkbar. "Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass Petersburg ganz interessant ist", kommentiert Miethlinger die Situation. Strategisches Geschäftsfeld Compounding wird forciert Unter anderem die Erfahrungen aus der eigenen Extrusiontechnik, auch mit hochgefüllten mineralischen Werkstoffen, werden bei "Konstruktion" und Produktion kundenspezifischer Compounds genutzt. Das Verbinden von Thermoplasten mit typischen Eigenschaften von Duroplasten ist so eine typische Stärke. Mit Inbetriebnahme einer neuen Anlage hat man die Kapazitäten bereits drastisch erhöht. Offensichtlich geht Poloplast auch in diesem Geschäftsfeld von weiterhin überdurchschnittlichen Zuwächsen aus. Jürgen Miethlinger: "Ich denke, im Jahr 2010, spätestens 2011 werden wir irgendwo im Großraum Wels oder aber in der Gegend um Würzburg einen zweiten Compounding-Standort aufziehen." Auch den alternativen Zukauf eines etablierten Unternehmens will er nicht ausschließen. Neue Produkte wie ein PP-Compound, das sich mit allen gängigen Methoden sterilisieren lässt, sei nur ein Beispiel für den Innovationsanspruch dieses Bereichs. Umweltschutz und Innovation Besonderen Wert legt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Die Produkte sollen dabei helfen, Niedrigenergie- und Passivhäuser zu realisieren. Die Produkte selbst werden durch Einsatz moderner Werkstoffe wie mineralgefüllten Polymeren umweltfreundlicher. Die eigene Produktion nutze jede Möglichkeit der Emmissionsverminderung. Über Poloplast Poloplast ist ein Unternehmen der östereichischen Wietersdorf-Gruppe, die mit rund 3000 Mitareitern und 750 Mio. Euro Umsatz vor allem in verschiedenen Sparten der Bautechnik aktiv ist. Im Jahr 2007 erwirtschaftete Poloplast an den beiden Standorten Leonding in Östereich und dem deutschen Ebenhofen mit zusammen etwa 350 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 83 Mio. Euro. Bild: Schließen einen weiteren Standort im Zuge des zügigen Wachstums nicht aus: Wolfgang Lux. Kaufmännischer Geschäftsführer (links) und Dr. Jürgen Miethlinger. |
Poloplast GmbH & Co. KG, Leonding, Österreich
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