| 17.09.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Im Dezember 2009 wird Kopenhagen Gastgeber der Klimakonferenz "COP 15" der Vereinten Nationen sein. Von diesem Treffen werden weit reichende Beschlüsse in Sachen Klimaschutz erwartet, bis hin zur Verabschiedung eines Abkommens, das das Kyoto-Protokoll ablösen soll. Eine Klimakonferenz vor der Klimakonferenz Um das erhebliche Potenzial der Kunststoffe im Klimaschutz zu unterstreichen, treffen sich die nationalen Kunststoffverbände Europas bereits Ende September in der dänischen Hauptstadt. Auch die Kunststoffverbände beraten insbesondere Wege zur Verringerung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Emissionen von Treibhausgasen. In Europa werden nämlich nur etwa vier bis sechs Prozent des Rohöls zur Erzeugung von Polymeren eingesetzt. Demgegenüber werden 80 Prozent des Rohöls verbrannt, sei es in Kraftwerken, in Heizungsanlagen oder in Motoren. Insbesondere beim Heizen von Wohnungen und Häusern gilt es anzusetzen: Betrachtet man etwa den Energiebedarf eines Hauses, so rechnet sich das Isolieren mit Kunststoff nach einem Jahr, denn bereits dann wurde im Heizbetrieb so viel Öl gespart wie zur Herstellung der Dämmung verbraucht wurde. Eine schlecht isolierte Altbau-Wohneinheit verbraucht leicht 300 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr. Mit einer Dämmung aus Kunststoff kann der Verbrauch auf ein Viertel, nämlich auf 75 Kilowattstunden reduziert werden. In Heizöl umgerechnet würde dies bedeuten, dass bei einem Haus mit 150 Quadratmetern statt 4.000 nur noch 1.000 Liter verbraucht würden. Über die Lebensdauer der Dämmung von 50 Jahren kommt so ein Sparpotenzial von 150.000 Litern Heizöl zusammen. Ein erhebliches Potenzial gibt es mit Kunststoff auch in anderen Bereichen, etwa bei Verpackungen oder in der Mobilität. "Schon das Kyoto-Protokoll der internationalen Staatengemeinschaft strebt an, den Gesamtausstoß der relevanten Klimagase bis 2012 um 5,2% gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel ist nur mit Kunststoffen zu erreichen", so Dr. Wilfried Haensel, Executive Director von PlasticsEurope (www.plasticseurope.org), dessen Verband der Kunststofferzeuger sich auf die Fahnen geschrieben hat, mit Kunststoff Klimaschutz zu verwirklichen. Dazu erhofft sich Haensel von "COP 15" wichtige Impulse. Die Treffen der nationalen Kunststoff-Verbände Europas haben bereits einige Tradition. Sie finden in der Regel zweimal jährlich statt. Sie dienen dem direkten, europaweiten Austausch und sind beredter Ausdruck der gelebten Partnerschaft in der Wertschöpfungskette, die etwa in Deutschland bereits zur Gründung einer gemeinsamen Organisation, der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK) geführt hat. In Kopenhagen werden diesmal Vertreter von insgesamt mehr als 20 nationalen Kunststoffverbänden erwartet. Auch die europäischen Organisationen von Kunststofferzeugern (PlasticsEurope), -verarbeitern (EuPC) und -maschinenbauern (Euromap) werden in Kopenhagen dabei sein. |
PlasticsEurope Deutschland e. V., Frankfurt am Main
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