| 07.12.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Wer morgen über qualifizierte Fachkräfte verfügen will, sollte schon heute durch ein gutes Ausbildungsangebot die Grundlage dafür schaffen. Die Gerresheimer Wilden GmbH ist dabei weit über ihre traditionelle Rolle als Ausbildungsbetrieb hinaus aktiv. In Tschechien hat das Unternehmen ein Modellprojekt für die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild auf den Weg gebracht; im Rahmen der Kooperation mit der Hochschule Amberg-Weiden wurde gemeinsam mit der IMA Automation Amberg GmbH eine Stiftungsprofessur für Medizintechnik eingerichtet. Ausbildung für Maschinenmechaniker für Kunststofftechnik startet im September 2010 In Tschechien absolvieren die Jugendlichen erst eine Berufsschule und bewerben sich erst dann als fertige Absolventen in einem Unternehmen. Dies hat den Nachteil, dass ihnen zunächst viel Knowhow aus der betrieblichen Praxis fehlt. Gerresheimer Wilden hat sich daher entschlossen, in Zusammenarbeit mit der Berufsschule Domažlice das erste Modellprojekt für eine praxisorientiertere Ausbildung ins Leben zu rufen. „Diese Kooperation ist ein entscheidender Fortschritt in der Entwicklung der tschechischen Facharbeiterausbildung“, erklärte Manfred Baumann, Geschäftsführer der Gerresheimer Wilden GmbH, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Auch für die Berufsschule war die Unterzeichnung der Erklärung ein bedeutsamer Moment. Zum ersten Mal wird das Prinzip der dualen Ausbildungspartnerschaft zwischen Unternehmen und Berufsschule auch auf tschechischer Seite umgesetzt – ein Modell, das sehr wahrscheinlich zum Vorbild für weitere Schulen werden wird. Den Lehrplan für das Kooperationsprojekt haben die Berufsschule Domažlice und Gerresheimer Wilden gemeinsam erarbeitet. Das Curriculum sieht eine gleichwertige Aufteilung der Inhalte in Theorie und Praxis vor, wobei der praktische Unterricht weitestgehend bei Gerresheimer Wilden durchgeführt wird. Das Projekt ist eng mit den Schulbehörden des Pilsner Bezirks abgestimmt. Weitere Unterstützung kommt vom Projekt „Wir sind Europa!“, das die duale Berufsausbildung in Tschechien auch zukünftig vorantreiben und für die Vernetzung mit bayerischen Berufsschulen sorgen wird. Die ersten angehenden Maschinenmechaniker für Kunststofftechnik werden ihre Ausbildung im September 2010 starten. Bachelorstudiengang für Medizintechnik Ab dem Sommersemester 2010 wird an der Hochschule Amberg-Weiden (Abteilung Weiden) der Bachelor-Studiengang „Medizintechnik“ angeboten. Personalkosten und personalbezogenen Sachausgaben der Professur für das neue Lehrgebiet werden fünf Jahre lang von der Gerresheimer Wilden GmbH und der IMA Automation Amberg GmbH getragen. „Mit dieser Stiftungsprofessur investieren wir in unsere Zukunft.“, erläutert Manfred Baumann die Entscheidung des Unternehmens. „Wir dürfen den bevorstehenden Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften nicht einfach hinnehmen – wir wollen fit für die Zukunft sein und dazu gehören gut ausgebildete Ingenieure für den Bereich Medizintechnik.“ Auch die Definition der Studieninhalte hat Gerresheimer Wilden gemeinsam mit der HAW Amber Weiden übernommen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Fertigungstechnologie, Entwicklungstechnologie und Zulassungsverfahren. „Die Auswahl der Ausbildungsinhalte war uns besonders wichtig“, kommentiert Manfred Baumann, „Wir brauchen schließlich kompetente Ingenieure, die speziell für unsere Bedürfnisse ausgebildet wurden. Sie müssen die Sprache unserer Kunden sprechen – das ist zum Teil eine medizinische Fachsprache – zum anderen müssen sie ebenso präzise über die Entwicklung und Fertigung von Medical Devices sprechen können wie über die Regeln der Good Manufacturing Practice und die Vorgehensweise der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA.“ Weitere Informationen: www.gerresheimer.com |
Gerresheimer Wilden GmbH, Regensburg
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