| 26.10.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Durch die jüngste Entwicklung beim Mobiltelefonhersteller BenQ und ein beschleunigtes Zurückgehen der Abrufe anderer Abnehmer hat der Handyschalenhersteller Balda (www.balda.de) im 3. Quartal einen signifikanten Einbruch erlitten. Balda sieht sich deshalb gezwungen, das Umsatz- und Ergebnisziel für 2006 drastisch zu reduzieren. Von den Umsatzausfällen besonders betroffen ist die Produktion in Deutschland. Um weitere Belastungen zu verhindern, sollen die Werksanlagen in Herford (Nordrhein-Westfalen) und Oberlungwitz (Sachsen) sowie in Seelbach (Baden-Württemberg), die bisher zu großen Teilen durch BenQ und Nokia ausgelastet wurden, möglichst noch im Jahr 2006 veräußert werden, auch unter Inkaufnahme von Buchverlusten. Mittlerweile ist zu erwarten, dass die BenQ-Krise sich nicht auf Deutschland beschränkt, sondern auch die anderen Standorte von BenQ betreffen und zu weiteren Sonderbelastungen bei Balda führen wird. Die vorgenannten Effekte summieren sich für 2006 je nach Marktentwicklung und Fortgang der Verkaufsbemühungen auf 60 bis 65 Millionen Euro und lassen einen Vorsteuerverlust erwarten, der bei 45 bis 50 Millionen Euro liegen wird. Durch die Abgabe der Produktionsanlagen in den drei Werken reduzieren sich die Produktionskapazitäten in Deutschland um gut 50 Prozent. Dadurch und durch die auch im Stammwerk erforderlichen Kapazitätsanpassungen wird sich die Zahl der deutschen Balda-Mitarbeiter von rund 1.600 auf etwa 600 reduzieren. Rund 750 dieser Arbeitsplätze sollen durch den Verkauf der Werke gesichert werden, in Bad Oeynhausen müssen 250 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut werden. Davon betroffen sind zusätzlich rund 450 Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen, die von Balda künftig nicht mehr beschäftigt werden können. |
Balda AG, Bad Oeynhausen
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