| 19.10.2022, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die unsichtbare Integration von Bedienelementen ins Gehäuse ist derzeit ein großer Trend, der vor allem durch Anwendungen im Automobilbau vorangetrieben wird. Dabei verschwinden klassische Knöpfe, Hebel oder konventionelle Drehregler und -schalter hinter der Oberfläche. Bei neuen Fahrzeugmodellen haben digitale Bedienelemente die klassischen Regler und Knöpfe meist abgelöst. Ein ästhetisches Design sowie individuelle Farbgebung und Beleuchtung von Bedienelementen, die sich harmonisch in die Gestaltung des Produkts einfügen, werden von Konsumenten auch in anderen Bereichen geschätzt. Black-Panel: Unsichtbare Bedienelemente Eine wichtige Rolle spielt hierbei der sogenannte Black-Panel-Effekt oder - "secret-until-lit-function" - genannt. Dabei werden Informationen farbgenau auf einem Display eingeblendet, welches nur beim Einschalten sichtbar und ansonsten als dunkle, hochglänzende Abdeckung wahrgenommen wird. Die grauen Einfärbungen der Display-Abdeckungen verschmelzen mit dem Gehäuse zu einer gleichmäßig schwarzen Einheit. Die installierten LEDs werden erst nach Berührung aktiviert und bilden dann in kräftigen Farben die Anzeige oder die Bedienelemente ab. Grafe verbindet diese Farbeigenschaften mit dem gesamten Sortiment der Plexiglas-Formmassen. Als Anwendungspolymere können dabei robuste, schlagzähe Formmassen, wie "Plexiglas Resist AG100" oder auch das für höhere Wärmeformbeständigkeit entsprechende "Plexiglas Heatresist FT15" zum Einsatz kommen. "Verstärkt nachgefragt werden Formmassen in grauen Einfärbungen für den Black-Panel-Effekt", berichtet Elke Milus, technische Ansprechpartnerin für Plexiglas-Anwendungen bei Grafe. Light Diffuser: Lichtstreuung für ein innovatives LED-Design Waren es anfangs transparente und gedeckte Farben sowie glänzende Oberflächen, arbeitet Grafe inzwischen auch mit diffusen Materialien von Röhm. Die verschiedenen lichtstreuenden Plexiglas-Formmassen sollen eine homogene Hinterleuchtung von Flächen ermöglichen. Damit sollen samtig matte Oberflächen beim Extrudieren von Profilen realisiert oder störende LED-Spots ausgeblendet werden können. Es sind auch lichtstreuende Plexiglas-Formmassen verfügbar, die speziell für die Kantenbeleuchtung entwickelt wurden und für eine gleichmäßige Lichtauskopplung über die gesamte Fläche sorgen sollen. Grafe kombiniert laut Elke Milus auch die lichtstreuenden Plexiglas-Formmassen mit den vielfältigen Farbvorstellungen des Produktdesigns, wodurch viele Anwendungen denkbar seien. Als Beispiele zählt die Expertin in der E-Mobilität im Automobil-Exterieur Bremslichter und im Interieur etwa Ambilight-Lösungen für die Innenraumbeleuchtung, Anzeigen im Cockpit, Infotainment-Systeme oder Tachoabdeckungen auf. Auch Markenlogos oder Schriftzüge der Hersteller mit Licht zu hinterlegen, stehe im Produktfokus und könne umgesetzt werden. "Im Prinzip lässt sich dieser Effekt bei allem, was mit Hilfe von LEDs leuchtet, realisieren", erklärt Milkus. In der Möbelbranche wäre auf diese Weise eine Optimierung des Kantendesigns möglich und im Bereich der Elektronik können Hochglanz-Oberflächen bei Bedien- und Anzeigefenstern von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Trocknern oder Elektroherden verwirklicht werden. Grafe produziert und vertreibt eingefärbte Plexiglas-Formmassen als Kooperationspartner der Röhm GmbH. Spezialeinfärbungen und Compoundierungen bietet das Unternehmen bereits ab einer Bedarfsmenge von 25 Kilogramm an. Dabei wird auf das Baukastensystem von Röhm hinsichtlich Rezeptur und Farbmittel zurückgegriffen, zudem werden auch Farbneuentwicklungen von Grafe umgesetzt. K 2022, 19.-26. Oktober 2022, Düsseldorf, Halle 6, Stand A63 Weitere Informationen: www.grafe.com |
Grafe Advanced Polymers GmbH, Blankenhain
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