| 17.12.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Als Alternative zu Klinkenzug und Schrägsäule führt die FIBRO GmbH (www.fibro.com) erstmals Gasdruckfedern in den Formenbau ein. Immer wenn Hubbewegungen zusätzlich zur Werkzeugöffnung erforderlich sind, muss der Werkzeugkonstrukteur auf spezielle Maßnahmen zurückgreifen. Zumeist werden Schrägzugsäulen, Schraubendruckfedern oder Klinkenzüge genutzt. Um zusätzliche Bewegungen realisieren zu können, können nun anwender- und konstruktionsfreundliche Gasdruckfedern genutzt werden. Unter dem Produktnamen Mould Line wird erstmals eine Baureihe für den Formenbau entwickelter Systeme angeboten, die sich laut Anbieter durch große Kräfte bei geringen Abmessungen, eine Lebensdauer von mindestens 1 Mio. Hüben und 120 °C Dauereinsatztemperatur auszeichnen. Zugelassen sind die Federn nach europäischer Druckgeräterichtlinie DGRL 97/23/EG (14.GSGV Druckgeräteverordnung). Immer wenn direkt mit der Werkzeugöffnung in der Trennebene beispielsweise eine weitere Zwischenplatte und/oder ein Schieber bewegt werden soll, kann die Gasdruckfeder arbeiten. Sie wird beispielsweise hinter der zu bewegenden Zwischenplatte platziert, sodass diese bei der Öffnung um einen definierten Weg verschoben wird. Alle Funktionen, die üblicherweise ein Klinkenzug erfüllt, können die Gasdruckfedern in Verbindung mit standardisierten Normelementen für den Formenbau realisieren. Als sehr vorteilhaft erweisen sich dabei die Möglichkeit der Druckabfrage und der Krafteinstellung. Dadurch ist es anders als bei einem Klinkenzug möglich, einen bevorstehenden Ausfall bereits im Vorfeld zu diagnostizieren. Während der Beschaffung der notwendigen Ersatzteile kann weiter produziert werden. Je nach Einbausituation ist dann der Austausch der Gasdruckfeder auf der Spritzgießmaschine möglich. Ein weiterer Aspekt ist der Überlastungsschutz. Verklemmt sich ein zu bewegendes Bauteil - beispielsweise Abstreifer oder Zwischenplatte bei einem 3-Platten Werkzeug - kann bei der Öffnung des Werkzeugs mit Klinkenzug, dieser unnachgiebig ziehen, bis ein Bauteil bricht. Die Gasdruckfeder bleibt jedoch nach Erreichen der eingestellten Kraft in ihrer Position. Kein Bauteil wird beschädigt. Nach Entfernen der Blockade kann ohne weitere Verzögerung produziert werden. Zudem können mehrere Federn über eine Druckleitung verbunden werden, um die exakt gleichen Kräfte zu garantieren und ein Verkanten von Platten auszuschließen. Durch den einfachen Einbau mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten sowie Wegfall der seitlichen Bearbeitung für die Befestigung von Klinkenzügen an der Form, können laut Hersteller rund zwei Drittel der Kosten eingespart werden. |
FIBRO GmbH, Hassmersheim
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