| 19.05.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Shibaura Machine LWB präsentiert sich erstmals auf einer Messe in Deutschland. Auf der Kuteno 2026 informiert die deutsche Tochter des japanischen Maschinenherstellers Shibaura Machine über ihr Portfolio für Kunststoffverarbeiter und Spritzgießer. Im Mittelpunkt stehen horizontale und vertikale Spritzgießmaschinen sowie Automationslösungen für die Verarbeitung von Thermoplasten, Elastomeren und Silikon. Das Unternehmen mit Sitz in Altdorf entstand im Herbst 2025, nachdem Shibaura Machine 80 Prozent der LWB Steinl GmbH übernommen hatte (siehe auch plasticker-News vom 01.10.2025). Seitdem werden Engineering, Vertrieb und Service gebündelt und die europäischen Vertriebsstrukturen ausgebaut.Nach Angaben des Unternehmens reagieren die angebotenen Systemlösungen auf steigende Anforderungen in der Kunststoffverarbeitung. Dazu zählen Fachkräftemangel, höhere Personalkosten, steigende Energiepreise sowie zunehmende Anforderungen an Prozessstabilität, Qualität und Automatisierung. Shibaura Machine LWB positioniert sich dabei als Anbieter schlüsselfertiger Spritzgießlösungen, die Maschinen, Robotik, Peripherie und digitale Technologien verbinden. Ziel ist es, automatisierte Produktionszellen bereitzustellen, die Stillstandzeiten reduzieren, die Gesamtanlageneffektivität verbessern und Fertigungsprozesse effizienter gestalten. Zum Maschinenportfolio gehören horizontale und vertikale Spritzgießmaschinen in vollelektrischer, hybrider und hydraulischer Ausführung. Bei den horizontalen Maschinen verweist Shibaura Machine LWB insbesondere auf die vollelektrische EC-SXIII-Serie mit Schließkräften bis 3.000 Tonnen. Ergänzend umfasst das Angebot hydraulische Maschinen der S-GenXt-Baureihe. Für automatisierte Fertigungszellen bietet das Unternehmen unter anderem Scara- und 6-Achs-Roboter sowie Trocknungs- und Kühlsysteme an. Auf der Kuteno 2026 stellt Shibaura Machine LWB außerdem die Steuerung V70 mit Touch-Panel vor. Sie soll Anwender bei der Werkzeugeinrichtung unterstützen, Teilefehler analysieren, Zykluszeiten optimieren und Zusatzgeräte über OPC UA integrieren. Ergänzend verweist das Unternehmen auf die IIoT-Lösung machiNetCloud sowie das KI-gestützte Überwachungssystem Virtual Machine Expert. Beide Systeme dienen der Prozessüberwachung und sollen eine stabilere, vernetzte Produktion ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf vertikalen Gummi- und Kunststoffmaschinen mit Schließkräften von 10 bis 1.800 Tonnen. Das Angebot reicht von C-Rahmen-Maschinen bis zu 4-Säulen- und Plattenrahmen-Modellen. Die modulare Maschinenarchitektur umfasst auch horizontale Säulen- und C-Rahmen-Optionen und ist auf Anwendungen mit Thermoplasten, Elastomeren, 2K-Prozessen, Gummi oder Metall ausgelegt. Als Beispiele für automatisierte Fertigungslösungen nennt Shibaura Machine LWB die „LWB Value MultiStation“ und die „LWB Value PowerStation“. Diese Systeme sollen Spritzgießprozesse durch entkoppelte und parallelisierte Prozessschritte flexibilisieren und optimieren. Dadurch sollen Zykluszeiten verkürzt, Ausschussraten gesenkt und der Energieverbrauch reduziert werden. In der Elastomerverarbeitung zielt die PowerStation auf synchronisierte Abläufe, kurze Zykluszeiten, hohe Teilequalität und flexible Werkzeug- und Materialnutzung. Vor dem Hintergrund eines weiterhin schwierigen Marktumfelds mit geopolitischen Unsicherheiten, zurückhaltenden Investitionen und strukturellen Veränderungen in der Industrie will Shibaura Machine LWB seine Rolle als integrierter Lösungsanbieter stärken. Das Unternehmen baut dazu seine Zusammenarbeit zwischen Engineering, Vertrieb und Service aus und erweitert seine Vertriebsstrukturen in Deutschland und Europa. Seit Herbst 2025 wurden neue Distributoren in Schweden, Dänemark und Polen gewonnen. Der Standort Altdorf soll als europäische Zentrale sowie als Produktions- und Systemintegrationsstandort weiterentwickelt werden. Kuteno 2026, 09.-11. Juni 2026, Bad Salzuflen, Stand 20-E43 Weitere Informationen: |
Shibaura Machine LWB, Altdorf
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