| 12.07.2005 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Am 05.07.2005 hat das europäische Parlament beschlossen, den Einsatz von sechs Phthalaten in Kinderspielzeug und Artikeln zu verbieten, die in den Mund genommen werden können. Damit hat die Politik einen Schlussstrich gezogen unter ein mehr als fünf Jahre langes Verfahren zur Bewertung dieser Produkte. "Die Entscheidung der Politik muß man anerkennen", sagte Werner Preusker, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt in Bonn. Die jetzt noch ausstehende Entscheidung des Ministerrats wird zum gleichen Ergebnis kommen. Die Entscheidung der Politik kommt damit zu einem anderen Ergebnis als die von der EU-Gesetzgebung durchgeführte naturwissenschaftliche Bewertung. Danach gehen von dem in Kinderspielzeug eingesetzten Weichmacher DINP keine Risiken aus. Das zumindest ist das Ergebnis der amtlichen Risikobewertung auf Basis der EU Richtlinie 793/93 nach fast 10-jährigem immensen Aufwand im Zuge der Altstoffprüfprogramme. Die Endfassungen der Risikobewertungs-Berichte für die beiden Phthalat-Weichmacher DINP und DIDP wurden durch das Europäische Chemikalienbüro bereits im September 2003 veröffentlicht: http://ecb.jrc.it/existing-chemicals/ und kamen zu dem Schluss, dass das in Spielzeug eingesetzte DINP in allen Anwendungen (einschließlich Spielzeug) weder für die menschliche Gesundheit noch für das Ökosystem ein Risiko darstellt. So unterliegt weder in Japan noch in den USA mit ihrem sehr strengen Produkthaftungsrecht heute Spielzeug mit DINP einem Verbot. Festzuhalten bleibt, dass mit der neuen Gesetzgebung lediglich sechs bestimmte Phthalate verboten werden für Spielsachen, die in den Mund genommen werden können. Alle anderen Weichmacher und andere Artikel wie Schwimmflügelchen, Regenstiefel oder Planschbecken sind von der Regelung nicht betroffen. |
Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V., Bonn
» insgesamt 58 News über "AGPU" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
Top-Meldungen der letzten Tage
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
Klöckner Pentaplast: Michael Zacka neuer Interims-CEO
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Brückner Group: Nachhaltigkeitsbericht nach ESRS definiert Ziele und Meilensteine bis 2030
pro-K: Branchendialog diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und Transformation der Kunststoffindustrie
Baerlocher: Gründung der Baerlocher Germany GmbH & Co. KG für das Europageschäft
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
EU-Kommission: Hinweise auf Kartelle im Kunstrasenrecycling
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Meist gelesen, 90 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|