| 21.05.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der belgische Dämmstoffhersteller Recticel hat am Standort Wevelgem bei Kortrijk in Westflandern eine neue Anlage für das Recycling von Polyisocyanuraten (PIR) in Betrieb genommen. Darüber informierte das Unternehmen in der vergangenen Woche in einer Pressemitteilung. In der Anlage werden demnach Abfälle und Reste aus der PIR-Dämmplattenproduktion zu Polyolen recycelt, die zu Herstellung neuer Dämmmaterialien verwendet werden. Der Komplex verfügt dabei über Kapazitäten für das Recycling von 4.000 Tonnen PIR und für die Gewinnung von bis zu 6.000 Tonnen Polyolen im Jahr. Damit kann Recticel etwa ein Drittel des Polyol-Bedarfs mit recyceltem Material abdecken. Eigenen Angaben zufolge ist das belgische Unternehmen der erste PIR-Hersteller mit einer Anlage für recycelte Polyole im industriellen Maßstab. Recticel-Manager Ward Dhaese erklärte: "Kreislaufwirtschaft ist für uns kein bloßer Slogan, sondern ein Gestaltungsprinzip. Mit modernster Technologie zeigen wir, wie leistungsstarke Dämmstoffe für mehrere Lebenszyklen entwickelt werden können, und lösen damit unsere Branche von linearen Produktionsmodellen." Die an der Euronext Brüssel notierte Recticel Group produziert vor allem Dämmplatten und Paneele auf der Basis von PUR- und PIR-Materialien sowie Mineralwolle für den Bausektor, die unter den Marken Recticel, Turvac, Gradient, Trimo, Miclar, Rex und Kuras vertrieben werden. Darüber hinaus ist die Gruppe mit der Marke Soundcoat auch im Bereich Acoustic Engineering aktiv. Recticel beschäftigt an Standorten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Finnland, Slowenien, Serbien und den USA zusammen rund 1.300 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschafte die Gruppe aus Umsätzen in Höhe von 655,1 Mio. Euro ein EBITDA von 55,8 Mio. Euro und einen Nettogewinn in Höhe von 10,2 Mio. Euro. Weitere Informationen: www.recticel.com |
Recticel NV, Brüssel, Belgien
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