| 12.12.2011, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Das Auditorium im ENGEL Technologiezentrum im Schwertberg war gut besucht. Über 100 Kunststoffverarbeiter nahmen am MuCell-Workshop teil. Beim physikalischen Schäumen mit der MuCell-Technologie wird zumeist Stickstoff oder Kohlendioxid in überkritischem Zustand während des Plastifizierens unter Druck in die Kunststoffschmelze injiziert und homogen verteilt. Während bisher nur einzelne Parameter dieses Gasinjektionsprozesses über die Steuerung der Spritzgießmaschine ansprechbar waren, wird die Gasversorgungsanlage in der neuen Steuerungsgeneration vollständig auf dem Monitor der Spritzgießmaschine abgebildet. „Ein Fließschema sorgt jetzt für mehr Übersicht über den gesamten Prozess inklusive Gasversorgungsanlage“, so Michael Fischer, Verkaufsleiter Technologien bei Engel Austria. „Dies verbessert das Prozessverständnis und versetzt die Anwender in die Lage, die Möglichkeiten der Technologie noch besser auszuschöpfen.“ Durch die Steuerungsintegration sei es Engel zudem gelungen, die Bedienung des Gesamtsystems zu vereinfachen. Kunststoffverarbeiter aus ganz Europa zu Gast Von den Vorteilen der neuen Steuerungsgeneration konnten sich die Teilnehmer des Workshops zum Thema MuCell-gerechtes Konstruieren von Bauteilen bei Live-Demonstrationen überzeugen. Sie kamen aus Österreich und Deutschland, aber auch aus Frankreich, Italien, Polen und weiteren Ländern. Die hohe Teilnehmerzahl von über 100 belegt die rasant wachsende Bedeutung des MuCell-Verfahrens. Vor allem zwei Faktoren sind als Wachstumstreiber auszumachen: zum einen der sich weiter verstärkende Trend zur Gewichtsreduktion für den Leichtbau sowie die Verzugsarmut, die mittels MuCell hergestellte Bauteile aufweisen. Spritzen von Dünn auf Dick, keine Einfallstellen, hohe Dimensionsstabilität und verbesserte Fließeigenschaften – der Workshop in Schwertberg zeigte anschaulich, wie sich die Grenzen des Kompaktspritzgießens überwinden lassen und neue Konstruktionsfreiheiten eröffnen. Kostenoptimiert produzieren So stellt beispielsweise der Automobilzulieferer Demo Injection, ein Tochterunternehmen von AFE Plasturgie, in Chambly/Frankreich, Spezialist für Airbag-Abdeckungen und Dekorteile, Airbag-Blenden im MuCell-Schaumspritzguss her. „Der MuCell-Prozess eröffnet entscheidende Vorteile, wenn es darum geht, die hohen Erwartungen an die Oberfläche der Sichtteile mit den engen Maßtoleranzen der Sollbruchstellen und einer hohen Dimensionsstabilität des Bauteils als ganzes zu vereinen“, sagt Naoufel Menadi, Vertriebs- und Entwicklungs-Direktor von AFE Plasturgie, während seines Vortrags. „Dank MuCell können wir jetzt komplexe Airbag-Abdeckungen in einem Prozessschritt kostenoptimiert fertigen und uns dabei außerhalb der herkömmlichen Designregeln für Kunststoffbauteile bewegen.“ In weiteren Vorträgen ging es um die Möglichkeiten und Chancen des MuCell-Prozesses sowie um Weiterentwicklungen auf Materialseite. Thomas Olschewski von Lanxess Deutschland referierte in seinem Gastvortrag über neue Polyamide mit verbesserten Oberflächeneigenschaften. Engel bietet weltweit schlüsselfertige Gesamtanlagen für das MuCell-Schaumspritzgießen aus einer Hand an. Eine entsprechende Vereinbarung dafür hatten die Partner Engel Austria und Trexel, Entwickler des MuCell-Verfahrens, Mitte dieses Jahres unterzeichnet. Weitere Informationen: www.engelglobal.com |
Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich
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