| 23.04.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Verwertung ist nicht gleich Verwertung, Recycling nicht gleich Recycling. Gerade bei Kunststoffen ist die Qualität der erzeugten Sekundärrohstoffe der Schlüssel zum Markterfolg. Das zweitägige Kolloquium „Zukunft Kunststoff-Verwertung 2012“, zu dem Fraunhofer UMSICHT und BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung am 5. und 6. September nach Krefeld einladen, stellt daher die oft vernachlässigte Frage nach der richtigen Qualität in der Kunststoffverwertung. Die Verwertung von Kunststoffabfällen schont Ressourcen und mindert Treibhausgasemissionen. Damit Sekundärrohstoffe aber ihren Markt finden, sind nicht die Mengen entscheidend, sondern Qualität und Eigenschaften der Materialien. Damit die Qualität stimmt, müssen alle Akteure ihren Beitrag leisten: die Politik mit geeigneten Rahmenbedingungen, Sortierer, Aufbereiter und Verwerter mit moderner Technologie bei Prozessen und Anlagen, Kunden durch klare Anforderungen an Sekundärmaterialien. Wie wird die richtige Qualität bestimmt? Wer entscheidet darüber? Wo gibt es Hemmnisse für eine hochwertige Kunststoffverwertung? Diesen Fragen widmen sich Referenten aus Politik, Verwertungsbranche und Kunststoffindustrie. Die Fragen sind umso drängender, je näher die Einführung der Wertstofftonne rückt. Mit der Sammlung von Verpackungen und stoffgleichen Nicht-Verpackungen in einer gemeinsamen Tonne werden Sammlung, Sortierung und Verwertung nicht unbedingt einfacher. Die kosteneffiziente Gewinnung qualitativ hochwertiger Sekundärrohstoffe bleibt der entscheidende Faktor für den Erfolg der Getrenntsammlung. Deutschland verfügt mittlerweile über mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Sammlung und Verwertung von Kunststoffabfällen. Aber auch andere europäische Länder haben in der Vergangenheit Sammelsysteme aufgebaut und dabei teilweise ganz individuelle Lösungen gefunden. Was können die Systeme voneinander lernen? Und lassen sich die Erfahrungen exportieren? Diesen Fragen widmet sich die Podiumsdiskussion am ersten Tag. Kunststoffverwertung schließt Stoff- und Energiekreisläufe. Damit das auch künftig gelingt, muss sie für neue Materialien wie Biokunststoffe und neue Anforderungen beispielsweise durch die Wertstofftonne offen sein. Das Kolloquium will deutlich machen: Hochwertige Verwertung ohne Verbrennung ist bislang noch eine Illusion. Thermische Verwertung gilt als Weg der Wahl, wo Recycling an wirtschaftliche oder technische Grenzen stößt. Weitere Informationen: www.umsicht.fraunhofer.de, www.bkv-gmbh.de Kolloquium Zukunft Kunststoff-Verwertung 2012, 5.-6.9.2012, Krefeld |
Fraunhofer UMSICHT + BKV, Oberhausen + Frankfurt
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