| 07.06.2016, 05:58 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Wie steht es um die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffverarbeiter in Europa? Diese Frage will die aktuelle Studie "Competitiveness of the European Plastic Converting Industry" von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit dem Verband EuPC beantworten. Gleichzeitig soll die Untersuchung konkrete Vorschläge für Unternehmen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Sicherung ihrer Zukunft liefern. Die Untersuchung kommt dabei zu folgenden Erkenntnissen: "Das Gros der europäischen Unternehmen wird aktuell vor allem von Playern aus dem asiatischen und türkischen Markt stark unter Druck gesetzt. Neue Anbieter aus Nordafrika und dem mittleren Osten heizen den globalen Wettbewerb zusätzlich an. Hinzu kommen hausgemachte Bedrohungen der Wettbewerbsfähigkeit: Unterschiedliche legislative und steuerliche Rahmenbedingungen in den EU-Ländern sowie die schleppende Umsetzung von EU-Regularien behindern die Geschäftstätigkeit der Unternehmen ganz erheblich. In Deutschland herrscht vor allem bei mittelständischen Familienunternehmen akuter Handlungsbedarf: Sie sind zusätzlich vom Fachkräftemangel betroffen, der einen wesentlichen Einfluss auf ihre Innovationsfähigkeit hat." Die Befragung von über 300 Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie aus 19 europäischen Ländern zu Wettbewerbsumfeld, legislativen Rahmenbedingungen, Versorgungssituation sowie relevanten Absatzmärkten habe gezeigt: Vor allem nationale Gesetzgebungen beispielsweise zur Energiebesteuerung sowie EU-Richtlinien, wie z.B. REAch und Food Contact Materials, führen zu hohem bürokratischen Aufwand und entsprechender Kostenbelastung – und sind ein bedrohlicher Nachteil im globalen Wettbewerb. "Die Effizienzhebel zur Kompensation der massiven Kostenbelastung sind gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen weitgehend ausgereizt", erklärt Dr. Stephan Hundertmark, Studienautor und Branchenexperte bei W&P. "In der Folge sind auch Investitionen in innovative und kundenindividuelle Produktlösungen schwieriger, die bisher eine Säule des Wettbewerbsvorsprungs ausmachen." Noch profitiere die Branche von der engen Vernetzung mit Polymerherstellern im Bereich innovativer Materialien sowie von Kooperationen mit Lieferanten der Maschinen- und Prozesstechnologie. In diesem Verbund seien die Europäischen Kunststoffverarbeiter weiterhin ein zentraler Innovationstreiber bei vielen Kunden in den Abnehmerbranchen. Die europäischen Kunststoffverarbeiter sind den Angeben zufolge deshalb überzeugt: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen werden sie im internationalen Markt auch in Zukunft die Nase vorn haben - vorausgesetzt sie überzeugen weiterhin mit innovativen, kundennahen Lösungen und forcieren effiziente Prozesse. Auf Basis der Unternehmensbefragung und der Experteninterviews identifizierte W&P entsprechende strategische Hebel, die die Wettbewerbsfähigkeit der Branche auf Dauer sicherstellen sollen:
Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) ist eine branchenübergreifende Management-Beratung für Familienunternehmen sowie für Sparten und Tochtergesellschaften von Konzernen unterschiedlicher Branchen. Sie ist spezialisiert auf die unternehmerischen Gestaltungsfelder Strategie, Innovation & New Business, Führung und Organisation, Marketing und Vertrieb, Operations sowie auf die nachhaltige Beseitigung von Unternehmenskrisen durch Restrukturierung und Finanzierung. Die Studie kann über den folgenden Link bestellt werden: www.wieselhuber.de/de/publikationen/studien/167 Weitere Informationen: www.wieselhuber.de |
EuPC European Plastics Converters, Brüssel, Belgien; Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), München
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