| 12.07.2017, 09:18 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Was hat die „Cloud“ mit Qualitätssicherung zu tun? Können wir in Zukunft mit Hilfe von datenbasierten Methoden nachgelagerte Qualitätssicherungssysteme abschaffen oder ist die Zukunft schon die Gegenwart? BigData und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Doch was versteckt sich dahinter? Wie wird BigData und Industrie 4.0 das Qualitätswesen verändern? Werden die Prozesse immer transparenter? Oder ist BigData und Industrie 4.0 nur ein weiterer Hype von dem in fünf Jahren nur noch ein müdes Lächeln der Qualitätsmanagementbeauftragen übrig bleibt? Das sind nur einige von vielen Fragestellungen, auf die der 2. Qualitätsgipfel Kunststoff des SKZ am 29. und 30. November 2017 in Würzburg Antworten liefern will. Dass es Änderungen geben wird bzw. schon gibt, steht außer Frage. Die Integration von CAQ (computer aided quality)-Systeme in Manufacturing Execution Systeme (MES) zur Verbindung von Fertigung und Qualitätsmanagement mit dem Ziel der Optimierung von Produktionsprozessen ist bereits in ersten Betrieben Realität. Methoden zur statistischen Versuchsplanung (DOE Design of Experiments) auf Basis von realen und virtuellen Daten sind bereits etablierte Systeme. Doch wie sieht die nahe Zukunft aus? Werden neuronale Netze (KNN) eine Revolution in der Qualitätssicherung auslösen und die etablierten DOE Methoden verdrängen? Werden tatsächlich multivariante Datenanalysesysteme die in Echtzeit erfassten Messdaten zur selbständigen Optimierung von Prozessen nutzen. Die Industrie arbeitet an immer schnelleren Messsystemen die eine Online-Überwachung ermöglichen. Aber ist die Industrie bereit, Systeme einzuführen, die weitgehend autark arbeiten, die ihre Prozesse nach innen und außen transparent machen? Die Einführung von Systemen zur Nutzung der vorhandenen „Datengräber“ zur Qualitätssicherung braucht einen langen Atem. Ein Return on Invest ist nicht kurzfristig zu erwarten. Ein „Mitnehmen“ der Belegschaft zur Umsetzung ist unumgänglich. Manch einer denkt bei „BigData“ an Georg Orwells düstere Zukunftsvision „1984“ – die totale Überwachung. Aber was bleibt einem KMU oder Konzern anderes übrig, als auf diesen Zug aufzuspringen? Die Zukunft der Qualitätssicherung liegt nicht nur in der Nutzung von Daten. Neue Messsysteme zur beschleunigten Charakterisierung des Langzeitverhaltens von Kunststoffen oder Messsysteme zur Echtzeit-Charakterisierung von Eigenschaftsänderungen unter definierten, multivariablen Prüfbedingungen ermöglichen es, Bauteilentwicklungen schneller und genauer voranzutreiben und Systeme zu entwickeln, die den geforderten Einsatzbedingungen besser entsprechen. Die Qualitätsbranche ist in einem Wandel. Wohin die Reise geht wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Fakt ist jedoch, dass die Digitalisierung das Arbeitsumfeld deutlich verändern wird. Eine Frage bleibt: Wo steht der Mensch? Werden wir alle Cloud-basiert und leben in einer Matrix oder bleibt doch noch der Mensch als entscheidendes Rädchen in einer Welt der datenbasierten Methoden? Bei der zweiten Auflage des Qualitätsgipfels Kunststoff sollen diese und weitere Fragen diskutiert, neue Entwicklungen im Bereich der Messtechnik sowie Neuerungen im Bereich des Qualitätsmanagements vorgestellt werden. Noch bis zum 30. September 2017 können Karten zum Vorzugspreis von 1.050,-Euro erworben werden. Nähere Informationen gibt es beim SKZ oder unter www.qualitaetsgipfel-kunststoff.de. Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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