| 04.08.2021, 12:46 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat am 3. August 2021 die Übernahme von Emerald Kalama Chemical abgeschlossen. Das US-amerikanische Unternehmen ist ein weltweit tätiger Hersteller von Spezialchemikalien. Lanxess hatte am 14. Februar 2021 einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet (siehe auch plasticker-News vom 15.02.2021). Alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen sind erteilt worden. Den Kaufpreis in Höhe von rund 1,04 Milliarden US-Dollar (870 Millionen Euro) hat Lanxess aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. 2020 erzielte Emerald Kalama Chemical weltweit einen Umsatz von rund 425 Millionen US-Dollar (375 Millionen Euro) und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 90 Millionen US-Dollar (80 Millionen Euro). 75 Prozent des Umsatzes entfiel auf das Geschäft mit Spezialitäten für den Consumer-Care-Bereich, vor allem Produkte für Aroma- und Duftstoffe sowie Konservierungsmittel für den Einsatz in Lebensmitteln, Haushalts- und Kosmetikprodukten. Ein Viertel des Umsatzes stammte aus dem Geschäft mit Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen. Mit dem Abschluss der Transaktion übernimmt Lanxess rund 470 Mitarbeitende und die drei Produktionsstandorte in Kalama/Washington (USA), Rotterdam (Niederlande) und Widnes (Großbritannien). Übernahme stärkt Portfolio für Kunststoff-, Farben- und Lack- sowie Klebstoffindustrie Mit der zweitgrößten Akquisition seiner Firmengeschichte stärkt Lanxess sein Sortiment an Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen, vor allem für die Kunststoff-, Farben- und Lack- sowie Klebstoffindustrie. Eine zentrale Produktreihe im neuen Lanxess-Portfolio ist „K-Flex“. Das sind phthalatfreie Weichmacher für Klebstoffe, Beschichtungen, Dichtungsmassen oder Vinylanwendungen. K-Flex-Weichmacher optimieren Produktionsprozesse und Endprodukteigenschaften. Sie sind gut verträglich mit polaren Polymeren wasserbasierter Klebstoffsysteme und verbessern die Filmbildung von Farben und Beschichtungen. Bei der Fertigung von PVC-Artikeln können die schnellgelierenden Dibenzoate Verarbeitungsprozesse beschleunigen. "Die neuen Produkte erweitern das bestehende Lanxess-Sortiment und bieten Wachstumschancen im Bereich der phthalatfreien Weichmacher, die den modernsten Anforderungen der Kunststoff verarbeitenden Industrie entsprechen", betont Dr. Thomas Facklam, Leiter der globalen Anwendungstechnik im Geschäftsbereich Polymer Additives. Weitere neue Produkte für industrielle Anwendungen sind Weichmacher der Marke „Kalama Vitroflex“ für die Herstellung von Polysulfid-Dichtstoffen und Modifikatoren der Marke Modulast, die für den Einsatz in reaktiven Polyurethansystemen entwickelt wurde. Darüber hinaus ergänzen künftig Benzoesäure, Benzaldehyd und Benzoatsalze das Angebot von Lanxess. Diese werden als Zwischenprodukte, Synthesebausteine und Additive in einer Reihe von industriellen Anwendungen eingesetzt, beispielsweise zur Herstellung von Estern, Alkydharzen oder Korrosionsschutzinhibitoren. Weitere Informationen: lanxess.com, ekc-integration.lanxess.com |
Lanxess AG, Köln
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