| 16.12.2021, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die polnische Synthos-Gruppe hat die Übernahme der Synthesekautschuk-Produktion des Chemiekonzern Trinseo am deutschen Standort Schkopau abgeschlossen. Darüber informierten beide Unternehmen in der vergangenen Woche. Aktuellen Angaben von Synthos zufolge belief sich das finanzielle Volumen der Transaktion letztlich auf 460 Mio. USD, nachdem bei Vertragsunterzeichnung im Mai zunächst von rund 490 Mio. USD ausgegangen worden war (siehe auch plasticker-News vom 26.05.2021). Der Deal umfasst vor allem Anlagen in Schkopau zur Produktion von Styrol-Butadien-Kautschuken (SSBR, ESBR) und Polybutadien bzw. Butadien-Kautschuken (Ni-BR, Li-BR) sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen mit insgesamt 440 Mitarbeitern. Keine Erwähnung fanden in den Aussendungen von Trinseo und Synthos die ebenfalls zum integrierten Produktionsstandort gehörenden Anlagen für Styrol (EBSM) und Polystyrol (PS) in Schkopau und im nahegelegenen Böhlen. Synthos-Eigentümer Michał Sołowow erklärte: "Die Übernahme des Werks in Schkopau ist die größte Transaktion in der Geschichte unseres Unternehmens. Synthos stärkt damit ihre Position am globalen Mark für synthetische Kautschuke und ist nun der zweitgrößte Produzent in diesem Segment. Vor allem aber übernehmen wir mit dieser Transaktion das weltweit modernste Produktportfolio, das auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ausgerichtet ist." Synthos gilt als führender Hersteller von Synthesekautschuken und Styrol-Kunststoffen in Europa. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Oświęcim und verfügt über weitere Produktionsstandorte im polnischen Sochaczew, im tschechischen Kralupy, im französischen Wingles sowie in Breda in den Niederlanden. Durch die aktuelle Übernahme summieren sich die Produktionskapazitäten von Synthos im Bereich Synthesekautschuk auf insgesamt mehr als 800.000 Tonnen ESBR, PBR und SSBR im Jahr. Mit dem Werk in Schkopau erweitert die Gruppe vor allem ihr Produktportfolio im Bereich moderner SSBR-Kautschuke zur Herstellung von Hochleistungsreifen u.a. für Elektrofahrzeuge. Die in Luxemburg registrierte Trinseo hat ihre Zentrale in Berwyn im US-Bundesstaat Pennsylvania und ist weltweit mit 17 Standorten präsent. Der Konzern setzt mit der Veräußerung der Aktiva in Schkopau seinen Kurs zur Transformation in einen Anbieter von margenstärkeren und weniger konjunkturabhängigen Spezialwerkstoffen fort, der auch die Veräußerung des Styrol-Geschäfts vorsieht. Verstärkt hatte sich Trinseo hingegen zuletzt durch die Übernahme der PMMA-Sparte des französischen Chemiekonzerns Arkema im Mai und des US-amerikanischen PMMA-Herstellers Aristech Surfaces im September (siehe auch plasticker-News vom 13.09.2021). Weitere Informationen: www.synthosgroup.com, www.trinseo.com |
Synthos, Polen
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