| 05.02.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit "CompoBack" hat die Brüggemann-Gruppe ein Additiv entwickelt, das die thermische Stabilität von Polyolefinen deutlich verbessern soll, ohne eine permanente Vernetzung des Materials erforderlich zu machen. Das Produkt wird von der italienischen Tochtergesellschaft Auserpolimeri hergestellt und ermöglicht Anwendungen, die bislang vernetzten Polyolefinen vorbehalten waren, etwa in HFFR-Compounds, Kabelanwendungen oder technischen Schaumstoffen. Das Additiv bewirkt eine reversible, temperaturabhängige „Vernetzung“ der Polymermatrix. Dadurch bleiben mechanische Eigenschaften sowie die Dimensionsstabilität auch bei erhöhten Temperaturen erhalten. Im Gegensatz zu dauerhaft vernetzten Polyolefinen bleiben die so stabilisierten Materialien jedoch vollständig schmelzverarbeitbar und recyclingfähig, ohne dass es zu Eigenschaftsverlusten kommt. "CompoBack" wird als farbloses Granulat geliefert, das sich gut verarbeiten und dispergieren lassen soll. Es wird dem Basispolymer während der Compoundierung oder direkt im Extruder zugesetzt. Das Dosierverhältnis kann flexibel an das jeweilige Anforderungsprofil angepasst werden. Die Wirkung des Additivs zeigt sich unter anderem bei physikalisch geschäumtem Polyethylen. In Vergleichsversuchen mit extrudierten, quadratischen Profilen schrumpften unstabilisierte Proben den weiteren Anbieterangaben zufolge nach 24 Stunden Lagerung bei 100°C um etwa 75 Prozent. Mit "CompoBack" stabilisierte Schäume zeigten hingegen eine nur vernachlässigbare Schrumpfung, vergleichbar mit der von dauerhaft vernetztem PEX. Gleichzeitig blieb das Material thermoplastisch verarbeitbar. Neben Schaumstoffen eignet sich "CompoBack" auch für extrudierte Produkte wie Rohre mit erhöhtem Berstdruck oder Profile mit verbesserter Maßhaltigkeit. Zudem kann das Additiv die Oberflächenqualität von Compounds verbessern, was den Einsatz von Recyclinganteilen in Mischungen begünstigt. Nach Angaben von Auserpolimeri-CEO Paolo Arnaboldi trägt "CompoBack" dazu bei, energieintensive Vernetzungsschritte durch chemische Zusätze oder Strahlung zu vermeiden. Gleichzeitig eröffne das Additiv neue Formulierungsansätze zwischen nicht vernetzten und vernetzten Polyolefinen, bei denen die Recyclingfähigkeit erhalten bleibt. Auserpolimeri plant, das Produktportfolio auf weitere Anwendungen auszudehnen. Weitere Informationen: www.brueggemann.com |
L. Brüggemann GmbH & Co. KG, Heilbronn
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