| 02.03.2026, 15:32 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Dr. Linda Mittelberg, Bereichsleiterin Qualität und Lebenszyklus, mit dem neuen Gruppenleiter Spektroskopie Timo Grunemann - (Bild: Luca Hoffmannbeck, SKZ). In seiner bisherigen Funktion befasste sich der 40-Jährige insbesondere mit der Entwicklung KI-gestützter Modelle zur Prozessoptimierung in der Kunststoffindustrie. Dabei ergaben sich bereits in der Vergangenheit inhaltliche Schnittstellen zur Spektroskopie. Gemeinsam mit der Forschungsgruppe Spektroskopie war er an der Einwerbung und Umsetzung von zwei Forschungsprojekten beteiligt. Zu diesen Projekten zählt das laufende KMU-innovativ-Verbundprojekt „SpectralAIge“. Ziel des Vorhabens ist die frühzeitige Erkennung prozessierungsbedingter Alterung von Kunststoffen im Wertstoffkreislauf. Dazu werden spektroskopische Verfahren – darunter hyperspektrale Bildgebung in Kombination mit multispektraler LED-induzierter Fluoreszenzanregung – mit KI-basierten Auswertemethoden verknüpft. Auf Basis der gewonnenen Daten sollen recycelte Kunststoffe entsprechend ihres Alterungszustands geeigneten Verwertungswegen wie mechanischem oder chemischem Recycling beziehungsweise Downcycling zugeführt werden. Grunemann studierte Physik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und absolvierte einen Masterstudiengang in Optoelektronik und Lasertechnologie an der Heriot-Watt University in Edinburgh. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Kombination moderner spektroskopischer Messtechnik mit datengetriebenen Analyseverfahren. Die Forschungsgruppe Spektroskopie im Bereich Qualität und Lebenszyklus wird ihre Arbeiten zur Anwendung und Weiterentwicklung spektroskopischer Methoden fortführen. Ein Schwerpunkt soll künftig auf der Eingangsbewertung von Rezyklaten mittels hyperspektraler Bildgebung liegen. Hintergrund sind chargenabhängige Schwankungen von Materialparametern, die die Verarbeitung von Rezyklaten in industriellen Prozessen beeinflussen können. Die hyperspektrale Bildgebung ermöglicht die schnelle Analyse größerer Materialmengen und unterstützt damit die Qualitätssicherung. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Inline-Raman-Spektroskopie, etwa zur Detektion von Fremdmaterialien in der Kunststoffschmelze während des Extrusionsprozesses, sowie der Einsatz von Machine-Learning-Methoden zur Erstellung chemometrischer Analysemodelle. Darüber hinaus befasst sich die Gruppe mit Untersuchungen zur Wasserstoffpermeation von Kunststoffen. In diesem Zusammenhang werden wasserstofffreie Prüfverfahren entwickelt, die als Alternative zu konventionellen Wasserstofftests dienen sollen. Weitere Informationen: |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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