| 20.05.2026, 12:54 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die europäische Kunststoff- und Verpackungswirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Neue regulatorische Anforderungen wie die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), die Abfallverbringungsverordnung sowie steigende Recyclingquoten verändern die Rahmenbedingungen für Hersteller, Verarbeiter und Entsorger. Vor diesem Hintergrund hat Walter Kunststoffe, österreichischer Recycler und Compoundeur mit Standorten in Gunskirchen und Wels, nach eigenen Angaben umfangreich in technische Anlagen, Qualitätssicherung und Materialentwicklung investiert. Das Unternehmen hat demzufolge mehr als fünf Millionen Euro in den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich Kreislaufwirtschaft investiert. Im Mittelpunkt stehen moderne Recyclingtechnologien für PCR-LDPE-Folien, Verfahren zur Trennung und Aufbereitung sowie Heißwäsche. Ergänzt wurden die Maßnahmen durch erweiterte Silokapazitäten, die eine verbesserte Homogenisierung und Verladung ermöglichen sollen. Weitere Investitionen betreffen Aufbereitungssysteme im Bereich Polypropylen. Hier setzt Walter Kunststoffe unter anderem auf Nahinfrarot-Technologie und optische KI-Systeme. Ziel ist es, Materialströme präziser zu sortieren und Rezyklate für höherwertige Anwendungen nutzbar zu machen. Parallel dazu wurde die Qualitätssicherung weiter ausgebaut. Auch die nachhaltige Materialentwicklung zählt zu den Schwerpunkten. Ein zentrales Element der Unternehmensstrategie ist die technische Aufwertung von Rezyklaten durch Compoundierung und Masterbatch-Technologien. Nach Einschätzung von Walter Kunststoffe reicht das Sammeln und Wiederverwerten von Kunststoffabfällen allein nicht aus, um den Anforderungen moderner Anwendungen gerecht zu werden. Entscheidend sei vielmehr, Rezyklate hinsichtlich ihrer Eigenschaften gezielt einzustellen und reproduzierbare Qualitäten zu ermöglichen. Das Unternehmen verweist dabei auf langjährige Erfahrung im Compounding und in der Entwicklung von Masterbatches. Die eingesetzten Lösungen sollen stabile Materialeigenschaften, eine konstante Qualitätssicherung sowie eine verbesserte Verarbeitung auch bei herausfordernden Eingangsmaterialien ermöglichen. Dazu zählen unter anderem Materialien mit Geruchs- oder Feuchtigkeitsbelastung. Durch den Einsatz von Additiven und Verstärkungsstoffen können die Eigenschaften der Rezyklate weiter angepasst werden. Auch auf die Anforderungen der PPWR sieht sich Walter Kunststoffe vorbereitet. Die neue europäische Verpackungsverordnung wird nach Einschätzung des Unternehmens zu höheren Rezyklatanteilen, strengeren Recyclinganforderungen, erweiterten Dokumentationspflichten und neuen Materialstandards führen. Walter Kunststoffe sieht sich hierfür technologisch, organisatorisch und strategisch aufgestellt und will Partner bei der Umsetzung nachhaltiger Materialkonzepte unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Absicherung internationaler Stoffströme. Da grenzüberschreitende Materialbewegungen durch regulatorische Vorgaben komplexer werden, setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf rechtskonforme Prozesse, transparente Dokumentation, internationale Erfahrung, Partnernetzwerke und professionelle Logistiklösungen. Walter Kunststoffe verarbeitet im Bereich der PCR-Folienaufbereitung jährlich mehr als 45.000 Tonnen Folieninput. Hinzu kommt eine Compounding-Kapazität von mehr als 40.000 Tonnen. Das Familienunternehmen ist seit über 40 Jahren in der Recyclingbranche tätig und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Weitere Informationen: www.walter-kunststoffe.com |
Walter Kunststoffe GmbH, Gunskirchen, Österreich
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