| 24.03.2011, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der polnische Kunstoffverarbeiter und Automobilzulieferer Boryszew hat ein an Bedingungen geknüpftes Angebot zur Übernahme der insolventen französischen Sealynx Automotive Transières eingereicht. Bestandteil des Angebots sind auch die Produktionsstätten des Unternehmens in Tunesien, Marokko und Rumänien. Der Hersteller von Dichtsystemen für die Automobilindustrie beschäftigte Ende 2010 1.160 Mitarbeiter und beliefert die zwei größten französischen Automobilkonzerne Renault und PSA Peugeot Citroën sowie die Volkswagen-Gruppe, Ford, Daimler und Opel. Auch in Russland ist Sealynx laut Boryszew bereits mit "Strukturen für den Geschäftsaufbau" vertreten. Das dortige Joint Venture könnte ein Tor zum russischen Markt mit einem Volumen von rund 3 Mio. PKW pro Jahr darstellen. Von einer Übernahme von Sealynx verspricht sich Boryszew eine Senkung der Produktionskosten für Gummikomponenten durch Kopplung mit einigen Aktivitäten der 2010 übernommenen Maflow-Gruppe, außerdem steht nach wie vor auch der deutsche Dichtungsproduzent SaarGummi auf dem Einkaufszettel von Boryszew. Die Boryszew-Gruppe konnte ihre konsolidierten Umsätze im letzten Jahr um 36,6% auf 3,144 Mrd. PLN (785 Mio. EUR) steigern. Das operative Ergebnis verbesserte sich dabei um 41,5% auf 191 Mio. PLN (47,8 Mio. EUR), der Nettogewinn sogar um 141% auf 125 Mio. PLN (31,1 Mio. EUR). Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Verdreifachung des Grundkapitals sank der Gewinn je Aktie jedoch von 0,11 EUR auf 0,08 EUR. Weitere Informationen: www.boryszew.com.pl Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Polen
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