| 15.10.2013, 06:13 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Styrolution, weltweit tätiger Hersteller von Styrolkunststoffen, und Braskem, einer der Marktführer auf dem amerikanischen Kontinent für thermoplastische Kunststoffe und weltweit tätiger Anbieter von Biopolymeren, geben die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding - MoU) über die Gründung eines Joint Ventures in Brasilien bekannt. Das geplante Werk mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen soll spezielle Styrolkunststoffe sowie Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)- und Styrol-Acrylnitril (SAN)-Copolymere für Kunden in Brasilien und ganz Südamerika herstellen. Mit mehr als 200 Millionen Einwohnern und einem geschätzten Bruttoinlandsprodukt von über 2,3 Billionen USD, gilt Brasilien als besonders robuster Markt. In den letzten Jahren sind die Haushaltsgeräte- und die Automobilindustrie deutlich gewachsen. Beide Branchen sind wichtige Abnehmer von Spezialkunststoffen, die das Gemeinschaftsunternehmen herstellen soll. Bisher werden ABS und SAN von Styrolkunststoff-Herstellern wie Styrolution nach Südamerika importiert. Ziel des neuen Unternehmens wäre es, das dynamische Marktumfeld zum Aufbau eines Anbieters für Brasilien und Südamerika zu nutzen, um südamerikanische Kunden vor Ort bedienen und ihnen eine größere Versorgungssicherheit bieten zu können. Styrolution beabsichtigt, seine Expertise in der Entwicklung und Herstellung von Styrolkunststoffen, lizenzierte Technologien sowie die südamerikanischen Aktivitäten in das Joint Venture einzubringen. Als führendes petrochemisches Unternehmen der Region würde Braskem wiederum, seine fundierten Kenntnisse des brasilianischen und südamerikanischen Marktes, die Infrastruktur für die Lieferkette sowie den Standort für das Werk beitragen. Die Gründung des Joint Ventures hängt von kartellrechtlichen Genehmigungen und Auflagen ab. Styrolution wäre als Mehrheitseigner mit 70 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt, während Braskem 30 Prozent der Geschäftsanteile halten würde. Sofern beide Parteien vereinbaren, das Projekt weiter zu verfolgen, und sofern die dazu erforderlichen Genehmigungen erteilt werden, kann der Grundstein für das neue Werk bereits 2015 gelegt werden, so dass die Produktion wahrscheinlich 2017 anlaufen würde. „Styrolution hat vor kurzem eine strategische Neuorientierung in drei Bereichen angekündigt. Die so genannte Triple-Shift-Strategie sieht eine Stärkung der Präsenz in den Schwellenländern, die Expansion bei Spezialkunststoffen sowie die Fokussierung auf ausgewählte Branchen mit hohem Wachstum vor“, erklärt Roberto Gualdoni, CEO von Styrolution. „Die geplante Gründung dieses Joint Ventures entspricht der Triple-Shift-Strategie in allen drei Bereichen. Wir freuen uns darauf, mit Braskem partnerschaftlich zu prüfen, welche Möglichkeiten das Gemeinschaftsunternehmen uns bietet.“ „Die angestrebte Partnerschaft wäre ein wichtiger Schritt zur Stärkung der brasilianischen Petrochemiebranche. Zudem würde uns das Joint Venture dabei helfen, die sich in Brasilien bietenden Möglichkeiten für den Absatz von ABS-Kunststoffen zu nutzen und somit auch neue Investitionen in sekundäre Wertschöpfungsketten anzuziehen, denn Brasilien ist hier zurzeit von Importen abhängig“, so Carlos Fadigas, CEO von Braskem. „Wir hoffen, dass es uns mithilfe der von Styrolution eingebrachten Kompetenz bei Spezialkunststoffen gelingen wird, die besten Lösungen für die Kunden zu entwickeln und dieses wichtige Projekt zum Erfolg zu führen.“ Weitere Informationen: www.braskem.com.br, www.styrolution.com |
Styrolution Group GmbH, Frankfurt + Braskem, Frankfurt, Brasilien
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