| 24.02.2014, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Die Mauser Rekonditionierungstochter National Container Group (NCG) eröffnet in Erkelenz ein neues Kunststoffrecyclingcenter. Als Teil ihres globalen Netzwerks von weltweit mehr als fünfundzwanzig Standorten bietet die National Container Group an zehn Standorten in Europa ein vielfältiges Serviceportfolio rund um die Abholung, die Reinigung und die Wiederaufarbeitung von gebrauchten Composite IBCs und Fässern. Mit der jüngsten 2,5 Millionen Euro Investition in das neue Recyclingwerk in Erkelenz geht Mauser/NCG jetzt den nächsten Schritt in Richtung des vollständigen „Lifecycle-Managements“ rund um die Industrieverpackung und der für die Produktion verwendeten Rohstoffe. An dem neuen Standort sollen zukünftig nach aktuellem Stand der Technik jährlich bis zu 3.500 Tonnen qualitativ hochwertige Polyethylen-Rezyklate aus gebrauchten Kunststoffverpackungen und IBC-Blasen gewonnen werden. „Mit dem Wachstum unseres europäischen Netzwerkes und der Erweiterung unseres Serviceportfolios um die Rekonditionierung von Industrieverpackungen aus Kunststoff ergab sich mehr und mehr die Anforderung, sich mit der Thematik einer verantwortungsbewussten Wiederaufarbeitung gebrauchter Kunststoffverpackungen, welche sich nicht mehr als Verpackung selbst rekonditionieren lassen, auseinanderzusetzen“, berichtet Ernest van den Boogerd, Geschäftsführer der NCG in Europa. „Industrielle Kunststoffverpackungen werden überwiegend aus Polyethylen mit niedrigem Schmelzindex hergestellt und kommen während der Einsatzphase häufig mit den unterschiedlichsten Chemikalien in Kontakt. Der für die Aufbereitung solcher Materialien notwendige Recyclingprozess erfordert hinsichtlich Verfahren und Anlagentechnik einige spezifische Besonderheiten, welche wir in dieser Form nicht in zufriedenstellender Weise auf dem europäischen Markt ausfindig machen konnten. Wir haben uns daher für die Installation einer eigenen Anlage entschlossen. Gebrauchte Kunststoffverpackungen, welche nicht mehr der Rekonditionierung zugeführt werden können, werden an den einzelnen NCG Standorten in Europa sortiert, vorgereinigt, geschnitten und gebündelt an das zentrale Reyclingcenter in Erkelenz geschickt. Die genaue Kenntnis der Materialhistorie ist hierbei von entscheidender Bedeutung, um qualitativ hochwertiges Rezyklat herzustellen.“ Dr. Bernhard Heisel, Spezialist für Rezyklatkunststoffe bei NCG, ergänzt: „Der Aufbau unserer Rezyklierungslinie ist bewusst sehr flexibel ausgeführt. Nach dem Schreddern und Nassvermahlen durchläuft das Material einen zweistufigen Friktionswaschprozess. Je nach Verschmutzungsgrad des Ausgangsmaterials kann dieser unterschiedlich temperiert mit Wasser oder Lauge betrieben werden. Nachgeschaltet erfolgt eine intensive Materialtrocknung, bevor wir gewaschenes und definiert gemahlenes Rezyklat der Anlage entnehmen können. Um die Qualität des Materials weiter zu verbessern, folgt dem Reinigungsprozess ein Extrusionsprozess. Im Extruder durchläuft das zu diesem Zeitpunkt geschmolzene Material zwei Vakuumentgasungszonen, die eventuell in das Ausgangsmaterial migrierte Verunreinigungen, welche im Waschprozess nicht entfernt werden konnten, entfernt bzw. auf ein unkritisches Maß reduziert. Eine besondere Herausforderung bei der Auslegung der Extrusionsanlage bestand darin, Materialien mit einem Schmelzindex von 2 bis 10 (MFI 21.5) in einem konstanten Temperaturfenster zu verarbeiten, welches den Abbau der Materialien bei der Verarbeitung ausschließt.“ Die Sammlung, die Sortierung, die Aufbereitung und die abschließenden Qualitätskontrollen erfüllen laut Unternehmen die in der DIN EN ISO 16103:2005 „Verpackungen zur Beförderung gefährlicher Güter - Recycling-Kunststoffe“ festgelegten Anforderungen, welche als Basis für die Verwendung von Kunststoffrezyklaten für die Herstellung neuer Gefahrgutverpackungen dient. Weitere Informationen: www.mauserpackaging.com |
Mauser-Werke GmbH, Brühl
» insgesamt 49 News über "Mauser" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Autoneum: Übernahme von Trèves erweitert Produktionsnetzwerk und Technologieportfolio
Volkswagen: Fahrzeugdemontage in Zwickau gestartet – Kunststoffrecycling soll gestärkt werden
Playmobil: Ehemaliges Produktionswerk wird zum Rechenzentrums-Campus
BASF: Umsatz- und Ergebniszuwachs im dritten Quartal 2026 – Jahresprognose angehoben
Gume: Auftragseingang nach Generationswechsel um 30 Prozent gestiegen
Meist gelesen, 10 Tage
Playmobil: Ehemaliges Produktionswerk wird zum Rechenzentrums-Campus
BASF: Umsatz- und Ergebniszuwachs im dritten Quartal 2026 – Jahresprognose angehoben
Vynova: Hohe Energiekosten führen zum Produktionsstopp in Tessenderlo
Gume: Auftragseingang nach Generationswechsel um 30 Prozent gestiegen
Volkswagen: Fahrzeugdemontage in Zwickau gestartet – Kunststoffrecycling soll gestärkt werden
Volkswagen: Vehicle Dismantling Launched in Zwickau – Plastics Recycling to Be Strengthened
Autoneum: Übernahme von Trèves erweitert Produktionsnetzwerk und Technologieportfolio
Meist gelesen, 30 Tage
Fakuma 2026: 1.547 Aussteller und 36.278 Fachbesucher
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Fakuma 2026: Ersten Innovation Award in sechs Kategorien verliehen
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Meist gelesen, 90 Tage
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Polymer-Gruppe: Großbrand zerstört Lagerhalle in Pferdsfeld
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|