| 11.03.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit der Aufnahme der Produktion von Phenolharzen vor 100 Jahren in der Bakelite GmbH in Erkner, südöstlich von Berlin, trat der erste vollsynthetische Kunststoff seinen weltweiten Siegeszug an. Das nach seinem Erfinder, dem belgisch-amerikanischen Chemiker Leo Hendrik Baekeland, benannte "Bakelit" erwies sich als zeitgemäßes, kostengünstig herzustellendes, leichtes und frei formbares Material. Ab dem 25. Mai 1910 stellte der Betrieb in Erkner als weltweit erster in industrieller Fertigung Kunststoffteile her. Diesem Ereignis ist eine Ausstellung im Foyer der Halle 14 an der Technischen Hochschule Wildau gewidmet, die anlässlich der 2. Duromer-Tagung am 11. März offiziell eröffnet wird. Noch bis zum 31. März 2010 haben Interessenten aus Wildau und Umgebung die Möglichkeit, sich detailliert darüber zu informieren, wie Kunststoffe in den vergangenen 100 Jahren unser Lebensumfeld verändert und die technische Entwicklung bestimmt haben. Die Schau, die vom Freundeskreis Chemie-Museum Erkner e.V. zusammengestellt wurde, ist wochentags von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zum Hintergrund Nachdem erste Kunststoffe bereits Ende des 19. Jahrhunderts noch auf Zellulosebasis hergestellt wurden, eroberte der in Erkner produzierte erste vollsynthetische duroplastische Kunststoff in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts den Markt, insbesondere der Elektroindustrie. Die weltweite Kunststoffproduktion stieg ab den fünfziger Jahren steil an und liegt heute bei knapp 300 Mio. Tonnen im Jahr. Die TH Wildau fühlt sich dem Erbe des unternehmerisch denkenden Wissenschaftlers Baekeland sehr verpflichtet. Für die TH als "Forschende Hochschule" bildet die Entwicklung neuer Materialien einen Kompetenzschwerpunkt. Im Zentrum stehen Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit - Zukunftspotenzial insbesondere von polymeren Materialien. Weitere Informationen: www.th-wildau.de |
Technische Hochschule Wildau, Wildau
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