| 09.02.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Was im PETplanet pulse vom Dezember 2009 angekündigt wurde, ist eingetreten: Ein weiterer Anstieg des europäischen PET-Preises: Nachdem der Preis im vierten Quartal kontinuierlich von Monat zu Monat nach oben gegangen war, wurden alleine in den letzten vier Wochen mehrere Preisanhebungen für Januar angekündigt, um sie kurz darauf zurückzuziehen und einen noch höheren Preis bekannt zu geben: Im Dezember hieß es zuerst, der Januar-Preis werde 10 bis 20 Euro pro Tonne steigen, danach wurde die Anhebung auf insgesamt 40 Euro nach oben korrigiert, und letztendlich wird nun ein Preis verlangt, der 70 Euro pro Tonne höher ist als im Dezember. Eine Tonne europäische Ware kostet nun 1185 Euro (frei geliefert). Nachfrage gut, kaum Ware am Spotmarkt Die Nachfrage nach PET sei sehr gut, berichten Produzenten. Der Grund ist einleuchtend: Die Preise steigen seit Monaten, und ab Februar beginnt die Vorproduktion für die Getränkehochsaison. „Jeder erwartet, dass dann die Preise noch mehr anziehen. Also wird im Moment das gekauft, was zum derzeitigen Preis erhältlich ist und eingelagert werden kann“, berichtet ein Gesprächspartner. Produzenten sagen übereinstimmend, dass sie im Moment aufgrund der guten Nachfrage lediglich ihre Vertragsverpflichtungen erfüllen können; Ware für den Spotmarkt falle deshalb so gut wie keine an. Paraxylen-Produzent in Kuwait erklärt Force majeure Das zweimalige Nach-oben-Korrigieren des Januar-Preises zeigt, dass viele Unsicherheiten am Markt herrschen. Dazu gehören auch die derzeit schwer einzuschätzenden Preisentwicklungen bei den beiden wichtigen Rohstoffen Monoethylenglykol (MEG) und Paraxylen: Bei MEG herrscht Knappheit am Markt, und vor allem in Asien ist der Bedarf an Paraxylen sehr hoch. Hinzu kommt, dass ein Paraxylen-Produzent in Kuwait (Kapazität 820.000 jato) am 15. Januar Force majeure erklärt hat. Die aktuelle Preisentwicklung bei den Vorprodukten sieht im Moment folgendermaßen aus: MEG wurde gegenüber Dezember 2009 um 125 Euro pro Tonne angehoben und kostet 785 Euro pro Tonne (Dezember 2009: 660 Euro/Tonne; November: 632 Euro/Tonne; Oktober: 640 Euro/Tonne; September: 670 Euro/Tonne; Juli: 615 Euro/Tonne; Juni: 530 Euro/Tonne; Mai: 530 Euro/Tonne; April: 502 Euro/Tonne, März: 495 Euro/Tonne, Februar: 480 Euro/Tonne, Januar 2009: 460 Euro/Tonne). Paraxylen kostet derzeit 800 Euro pro Tonne, das heißt, der Preis ist gegenüber Dezember 2009 um 60 Euro/Tonne nach oben gegangen (Dezember 2009: 740 Euro pro Tonne; November: 680 Euro/Tonne; Oktober: 615 Euro/Tonne; September: 760 Euro/Tonne; August 800 Euro/Tonne; Juli: 760 Euro pro Tonne; Juni: 795 Euro/Tonne April: 705 Euro/Tonne, März: 695 Euro/Tonne, Februar: 610 Euro/Tonne, Januar 2009: 500 Euro/Tonne). Asien: Preise haben weiter angezogen Die Preise für asiatisches PET haben angezogen und werden in dieser Woche mit 1300 US-Dollar pro Tonne (FOB) notiert. Vor vier Wochen kostete PET in Korea, Taiwan, China, Indien und Südostasien 1180 bis 1220 US-Dollar pro Tonne. Vor zwei Monaten (23.11.) wurde die Tonne PET in diesen Ländern zu 1160 bis 1180 US-Dollar verkauft, und vor drei Monaten wurde für eine Tonne PET zwischen 1040 und 1050 US-Dollar verlangt; Mitte Oktober lag der Preis für eine Tonne bei 1000 US-Dollar. Der Rezyklatpreis bezieht sich auf rezykliertes PET, das höchsten Qualitätsstandards in Bezug auf Transparenz und Lebensmitteltauglichkeit entspricht. Diese Standards sind vor allem bei Mineralwasser sehr wichtig, da Konsumenten gerade bei Wasser äußerst empfindlich reagieren: Mineralwasser und auch die PET-Flaschen, in die es abgefüllt wird, müssen klar und rein aussehen, sonst wird das Wasser nicht gekauft. Quelle: Newsletter „petplanet pulse“, www.petpla.net ![]() Abonnenten der Fachzeitschrift „PETpla.net insider“ – Magazine for Bottlers and Bottle-Makers - erhalten eine ausführlichere Version dieses PET-Preisberichtes zwei Wochen vor Veröffentlichung im plasticker.de. Hier geht es zur Abo-Bestellung von „PETpla.net insider“. |
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Klöckner Pentaplast: Michael Zacka neuer Interims-CEO
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Leuna-Polyamid: Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Meist gelesen, 10 Tage
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Leuna-Polyamid: Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt
Sunset Folien: Produktionsverlagerung nach Jülich mit Ausbauplänen für Folienfertigung
Wittmann: Automatische Sackentleerstation für die Granulatversorgung im Spritzgießbetrieb
Pos Tuning: Investitionen in Recyclingtechnik senken Primärkunststoffverbrauch
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
EU-Kommission: Hinweise auf Kartelle im Kunstrasenrecycling
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Manueller Spritzguss - Udo Eckloff: Praxisnaher Ansatz für Entwicklung, Prototyping und Ausbildung
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Meist gelesen, 90 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|