| 09.09.2005 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die BASF Aktiengesellschaft hat einen Vertrag über den Erwerb der Leuna-Miramid GmbH in Leuna abgeschlossen und baut damit ihre führende Position bei technischen Kunststoffen in Europa weiter aus. Leuna-Miramid beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. „Leuna-Miramid ergänzt in idealer Weise unser Arbeitsgebiet der technischen Kunststoffe, in dem wir weiter profitabel wachsen wollen“, sagt Roberto Gualdoni, Leiter der Geschäftseinheit Engineering Plastics Europe der BASF. „Mit dem Erwerb stärken wir unseren Anspruch, bevorzugter Partner unserer Kunden zu sein“, so Gualdoni weiter. „Die Bündelung unserer Kompetenz bei technischen Kunststoffen wird vorteilhaft für unsere Kunden sein. Unter dem Dach der BASF werden wir viele innovative Produkte und neue Anwendungen auf den Weg bringen“, sagt Thomas Schümann, Geschäftsführer der Leuna-Miramid GmbH. Die Produktionskapazität der 1995 gegründeten Leuna-Miramid liegt bei 30.000 Jahrestonnen. Das Unternehmen ist auf die Herstellung und Konfektionierung technischer Kunststoffe spezialisiert. Bei dem Prozess der Konfektionierung werden Kunststoff-Granulate geschmolzen und mit Additiven wie Glasfasern oder Mineralien gemischt, um auf diese Weise maßgeschneiderte technische Kunststoffe für die Bedürfnisse der Kunden herzustellen. In den kommenden Jahren geht die BASF von einem Wachstum des europäischen Marktes für technische Kunststoffe um jährlich mehr als 5 % aus. Neben Europa nutzt die BASF die weltweiten Marktpotenziale bei technischen Kunststoffen auch in Nordamerika und Asien. Im Frühjahr 2005 kündigte BASF für den Wachstumsmarkt Asien den Bau einer neuen Konfektionierungsanlage in Shanghai, China und eine Erweiterung seiner Konfektionierungsanlage in Pasir Gudang, Malaysia an. Der Erwerb der Leuna-Miramid GmbH ist die dritte Akquisition der BASF im Bereich der technischen Kunststoffe innerhalb der letzten drei Jahre. Im Jahr 2003 hatte die BASF das weltweite Geschäft mit technischen Kunststoffen von Honeywell und das Polyamid-66-Geschäft von Ticona erworben und erfolgreich integriert. Technische Kunststoffe werden zum Beispiel im Automobilbau sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie eingesetzt. Besonders innovative Anwendungsbeispiele sind neuartige Ansaugrohre, Ölwannen, Getriebesteuerungen, Sensoren, Zylinderkopfhauben und auch hochintegrierte laserstrukturierbare Elektronikbauteile. Die BASF vermarktet Polyamid unter den Handelsnamen Ultramid® und Capron®. Weitere technische Kunststoffe der BASF sind Ultradur® (PBT: Polybutylenterephthalat), Ultraform® (POM: Polyoxymethylen) und Ultrason® (PSU, PES: Polysulfon, Polyethersulfon). |
BASF AG, Ludwigshafen
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