| 19.01.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Boom bei Klimageräten / Bedarf an Isolierungsmaterial wächst Auf dem ungarischen Baustoffmarkt besteht eine starke Nachfrage nach Klimageräten, mit denen viele Wohnungen, vor allem in schlecht isolierten Plattenbauten nachgerüstet werden. Neue gewerbliche Gebäude werden durchweg mit zentraler Klimatisierung und Lüftung ausgestattet. Umfangreiche Investitionen in die Abwasserbeseitigung generieren einen hohen Bedarf an Kunststoffrohren. Die Nachfrage nach Zement wird zu etwa zwei Dritteln durch inländische Hersteller gedeckt. Importe stammen vor allem aus osteuropäischen Ländern. Die Kapazitäten in der ungarischen Fensterproduktion machen rund das Sechsfache des Inlandsbedarfs aus. Produktionszahlen liegen bisher nur bis 2004 vor. Die Fertigung verteilt sich auf eine Vielzahl von Herstellern. In der Produktion entfällt ein Anteil von etwa 56% auf Fenster aus PVC, 37% auf Fenster aus Holz und 8% auf Fenster aus Aluminium. Immer beliebter werden Werkstoffkombinationen wie zum Beispiel Holz-Aluminium und PVC-Aluminium. Allein das Programm zur Sanierung von Plattenbauten erzeugt einen Bedarf an Fenstern im Gesamtwert von 1 Mrd. bis 1,5 Mrd. Forint (Ft.; ca. 4 Mio. bis 5 Mio. Euro; 1 Euro = 273,49 Ft). In diese Gebäude werden praktisch ausschließlich Kunststofffenster eingesetzt. Wärmedämmung spielt bei Fenstern und Türen eine immer wichtigere Rolle. Importierte Fenster haben am Markt einen Anteil von circa 3 bis 4%. Ihre Zahl steigt aber schneller als die Nachfrage am Markt. Vor allem Direktimporte aus der Slowakei und Polen nehmen seit 2004 rasch zu. In Ungarn wurden im Jahr 2004 insgesamt 59.000 t Rohre aus Kunststoff hergestellt worden. Größter Produzent ist Pannonpipe, die sich seit 2005 ganz im Besitz der österreichischen Pipelife International befindet. Kunststoffrohre werden in Ungarn vor allem beim Ausbau der Kanalisation gebraucht. Für Abwasserentsorgungsprojekte bis zum Jahr 2015 müssen insgesamt noch 15.000 bis 16.000 km Rohre verlegt werden. Gegenwärtig läuft ein Großprojekt in Budapest (Kläranlage auf der Insel Csepel), das mit umfangreichen Investitionen in Abwässerkanäle einhergeht. Ungarn verfügt bereits über ein sehr weit verzweigtes Gasnetz, das nicht weiter ausgebaut wird. Die ungarischen Hersteller von Kunststoffprodukten stellten 2004 insgesamt 30.000 t Platten und 167.000 t Folien aller Art her. Über den Umfang der Folienproduktion zu Isolierungszwecken liegen keine Angaben vor. Größter Hersteller von Bopp-Folien ist Radici Film Hungary. Im Modernisierungssegment wächst der Bedarf an Isolierungsplatten dynamisch. Plattenbauten werden nachträglich in erster Linie mit Polystyrolplatten isoliert. ![]() Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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