| 24.07.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Japan, arm an Rohstoffen, aber reich an Elektroschrott und anderem Abfall, intensiviert die Wiedergewinnung von Wertstoffen. Bislang funktionierte das Recycling hauptsächlich durch gesetzliche Maßnahmen, die ein Wiederverwerten erzwingen sollten. Mittlerweile ist durch hohe Materialpreise und verbesserte Trennungstechniken in vielen Fällen ein lukratives Geschäft entstanden. Das gilt insbesondere für Elektroschrott und die darin enthaltenen Materialien. Nichtverwertbarer Abfall soll zur Elektrizitätserzeugung genutzt werden. Vor dem Hintergrund steigender Material- und Energiepreise, guter Erfolge bei der Verwertung und verbesserter Umwelttechnologie hat Japans Regierung weitere Maßnahmen ins Auge gefasst, das Recycling-System zu optimieren. Dazu gehört als wichtiger Punkt die Verringerung des anfallenden Abfalls, der ausgehend von einer Menge von 23 Mio. t im Fiskaljahr 2000 (1.4.-31.3.) bis zum Fiskaljahr 2015 um 60% sinken soll. Nicht nur Edelmetalle, Nichteisenmetalle oder seltene Minerale sind dabei wertvolle Rohstoffe, deren Recycling sich lohnt. Dazu gehören auch Altpapier, Kunststoffflaschen und andere Produkte aus Kunststoffen. Im Jahr 2006 kam die Recyclingrate von Kunststoff auf 72% und lag damit zehn Prozentpunkte über dem Vorjahr, so Zahlen des Plastic Waste Management Institute. Dabei machte die thermische Behandlung von Kunststoffabfall den größten Anteil aus. Mit 18% Zuwachs legte diese auch das stärkste Wachstum vor. Das Unternehmen Eco-Material will seine Verarbeitungskapazitäten bis 2010 deutlich erhöhen. Um die Kunststoffabfälle nicht teuer transportieren zu müssen, soll die Zahl der einheimischen Werke von drei Betriebsstätten auf mindestens sieben Standorte expandieren. In der Nähe von Tokio will das Handelshaus Mitsubishi eine Kunststoffrecyclinganlage bauen, so eine Ankündigung vom März 2008. Der Betriebsbeginn für die Anlage, in der rund 5.000 t Polypropylen- und Polyethylen-Pellets hergestellt werden sollen, ist für April 2009 vorgesehen. Die Investitionen sollen 6,2 Mrd. Yen betragen. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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