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13.03.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Usbekistan: Bedarf an Kunststoff- und Gummierzeugnissen wird vornehmlich durch Importe gedeckt

Usbekistans Chemie und Petrochemie zählen mit einem Anteil von knapp 5% an der Industrieproduktion zu den Hauptindustriezweigen des Landes. Die Branche ist stark auf die Düngemittelerzeugung ausgerichtet. In den meisten Chemiebetrieben müssen die Anlagen dringend erneuert werden. Die Regierung verabschiedete 2007 mittelfristige Modernisierungsprogramme für den Chemie- und Pharmasektor. Den Großteil seines Bedarfs an veredelten Chemie-, Kunststoff- und Gummierzeugnissen sowie an Arzneimitteln deckt das Land durch Importe.

Usbekistan verfügt über beträchtliche Rohstoffe für den Ausbau der Chemieindustrie (Öl, Gas, Phosphate, Natriumkarbonat etc.). Kooperationschancen in der Veredlung von Roh- und Halbstoffen, insbesondere für die Herstellung von Polymererzeugnissen, bietet der 2002 in Betrieb genommene Gaschemiekomplex Schurtan.

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Marktentwicklung/-bedarf
In allen Sektoren des verarbeitenden Gewerbes, vor allem in der Textil-, Kfz- und elektrotechnischen Industrie, sowie im Baugewerbe, ist mit einem Anziehen der Nachfrage nach Chemieerzeugnissen zu rechnen. Die Haushalte fragen mehr Kunststoffwaren, Kosmetika, Farben und Lacke sowie Arzneimittel nach. Bei der Einschätzung der Marktentwicklung sind das niedrige Ausgangsniveau, die mangelhaften finanziellen Ressourcen der Produktionsbetriebe für die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die geringe Kaufkraft der Bevölkerung zu berücksichtigen.

Der Großteil der Produktion ist in den Betrieben der mit einem Branchenministerium vergleichbaren Gesellschaft O´zkimyosanoat konzentriert. Ihr gehören 31 Unternehmen an, darunter zwölf große Hersteller, 13 regionale Düngemittelhändler, einige Projektierungs- und Forschungsinstitute sowie andere Dienstleister.

Unternehmen, die außerhalb von O´zkimyosanoat tätig sind, produzieren Farben und Lacke, Kosmetika, gummitechnische Erzeugnisse, Kunststoffe und Waschmittel. Nennenswert sind die Farben- und Lackehersteller TLS (Taschkentskij lakokrasotschnyj sawod), Lok Kolor Sintez und East-Color (alle Taschkent), UzDongjuPaint (Charkop/Andishan), TschP Elnur (Bekabad), der Produzent von Kunststoffwaren Sovplastital (Taschkent) und der Hersteller von gummitechnischen Waren 2F Technology Group (Kokand).

Außenhandel
Der Handel mit Chemie-, Kunststoff- und pharmazeutischen Erzeugnissen weist traditionell einen Importüberschuss aus. Im Schnitt überstiegen die Importe die entsprechenden Exporte 2006, 2007 und in den ersten neun Monaten 2008 um den Faktor 1,7. Die wertmäßigen Bezüge stiegen 2007 um rund 220 Mio. US$ auf circa 880 Mio. US$. In den ersten drei Quartalen 2008 legten sie nach vorläufigen Angaben der Zollstatistik nur um 13 Mio. US$ auf 727 Mio. US$ zu. Der reale Zuwachs dürfte größer ausgefallen sein. Die Branchenimporte bilden mit einem Anteil von 13 bis 14% an den Gesamtbezügen nach Maschinen und Ausrüstungen die zweitgrößte Warengruppe in der usbekischen Einfuhr.

Weiterführende Informationen

Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, Berlin + Köln

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