| 06.03.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die BASF SE (www.basf.de) und die Dow Chemical Company (www.dow.com) gaben gestern bekannt, dass die weltweit größte Anlage zur Herstellung von Propylenoxid (PO) nach der neuen, von beiden Unternehmen gemeinsam entwickelten HPPO-Technologie erfolgreich angefahren ist und nach abgeschlossener Anlaufphase stabil läuft. Beide Fimen sind mit dem Betrieb des neuen Prozesses sehr zufrieden, der als ein Meilenstein in der Produktion von PO angesehen wird. Der HPPO-Komplex mit einer PO-Jahreskapazität von 300.000 t wurde am belgischen BASF-Standort Antwerpen errichtet. Die Anlage bietet den Unternehmen Vorteile aufgrund ihrer Größe („Economies of scale“) und wirtschaftet nachhaltig durch eine deutliche Verminderung des Abwassers und des Energieverbrauchs. PO ist ein wichtiges Vorprodukt für die Polyurethan-Industrie. “HPPO ist eine spannende Technologie. Sie hilft Dow dabei, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Polyurethan-Geschäfts zu verbessern und trägt zur Nachhaltigkeit bei. Sie verbraucht weniger Energie, benötigt eine geringere Fläche und ist besser für die Umwelt“, sagte Pat Dawson, President Dow Polyurethanes. „Der Start dieser Anlage ist das Ergebnis hervorragender Forschungs- und Entwicklungsarbeit und Ausdruck der anhaltenden und erfolgreichen Partnerschaft von Dow und BASF.“ “Wir sind sehr stolz, ein solch herausragendes Beispiel hochmoderner Technologie an einem unserer Standorte zu haben”, so Jacques Delmoitiez, President des BASF-Bereichs Polyurethanes. „Diese HPPO-Anlage wird das erfolgreiche Polyurethan-Geschäft der BASF weiter stärken. Ihre hochentwickelte Technologie und ihre Kapazitäten im Weltmaßstab sichern unseren Firmen die Kostenführerschaft. BASF und Dow sind die ersten, die die HPPO-Technologie im Rahmen einer World-Scale-Anlage betreiben.“ Im Jahr 2003 haben Dow und BASF mit ihrem gemeinsamen Forschungsprogramm für die Entwicklung und Vermarktung der HPPO-Technologie begonnen. Beide Partner bündelten in diesem Joint Venture ihre Innovationsstärke und konnten die Technologie so schneller zur Marktreife bringen, als es einem einzigen Unternehmen möglich gewesen wäre. Im September 2006 fand der Spatenstich für dieses langfristig angelegte Projekt statt. Die Vorteile von HPPO Im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren bietet HPPO einzigartige Vorteile in bezug auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit: Höhere Wirtschaftlichkeit PO-Anlagen, die nach der neuen Technologie arbeiten, sind wirtschaftlicher, weil: • ihr Bau deutlich weniger Kapital erfordert, • sie keine zusätzliche Infrastruktur oder Märkte für Nebenprodukte brauchen, da bei dem Prozess ausschließlich PO und Wasser anfallen, • sie nur zwei Einsatzstoffe brauchen: Wasserstoffperoxid und Propylen. Bessere Umweltverträglichkeit Die neue Technologie verbessert die Umweltverträglichkeit der PO-Industrie, da sie: • die Abwassermenge um 70 bis 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringert, • den Energieverbrauch um bis zu 35 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringert, • weniger Infrastruktur und Fläche erfordert, nur zwei Einsatzstoffe benötigt und Nebenprodukte vermeidet. |
BASF SE, Ludwigshafen
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