| 08.10.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Evonik Industries AG (www.evonik.com) hat ihre Produktpalette an hochmolekularen Weichmacheralkoholen erweitert und im Chemiepark Marl eine Anlage zur Herstellung des Weichmacheralkohols 2-Propylheptanol (2-PH) in Betrieb genommen. Die Anlage, in die das Unternehmen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investiert hat, besitzt eine Kapazität von 60.000 Tonnen pro Jahr. Evonik ist damit zum größten Hersteller von C9-/C10-Weichmacheralkoholen in Europa aufgestiegen. In Marl wurden zwölf neue Arbeitsplätze geschaffen. „Mit dem neuen Produkt fördern wir aktiv den Markttrend hin zu hochmolekularen Weichmachern und ermöglichen unseren Kunden attraktive und wettbewerbsfähige Lösungen für die Kunststoffherstellung“, sagte Dr. Thomas Haeberle, Mitglied der Geschäftsführung der Evonik Degussa GmbH, bei der Eröffnungsfeier. 2-PH dient als Ausgangsstoff zur Herstellung von Weichmachern für PVC, die diesen von Natur aus spröden Kunststoff in ein flexibles Material verwandeln. Weichgemachtes PVC auf Basis 2-PH wird unter anderem in Kabelisolierungen, Planenstoffen, elastischen Bodenbelägen und in verschiedenen Automobilteilen eingesetzt. Anlage schon zum Start voll ausverkauft Der Markt für weichgemachtes PVC hat ein Volumen von ca. zwölf Millionen Tonnen pro Jahr; der Bedarf an Weichmachern umfasst mehrere Millionen Tonnen pro Jahr. Beide sind in der Vergangenheit jährlich um rund vier Prozent gewachsen, wobei vor allem in Asien der Bedarf steigt. Aktuell leidet der Markt für Weich-PVC unter der Wirtschaftskrise, doch „ebenso wie unsere Kunden rechnen wir auch in Zukunft mit einem weltweiten Wachstum von drei bis vier Prozent pro Jahr, weil PVC einer der vielseitigsten und zugleich kostengünstigsten Kunststoffe ist“, erklärte Haeberle. „Das sehen wir auch daran, dass unsere neue Anlage von Anfang an voll ausverkauft ist.“ EU stuft Produkt als risikofrei ein Aufgrund zunehmender technischer und umweltbezogener Anforderungen an die Weich-PVC-Anwendungen sind die sogenannten hochmolekularen Weichmacher besonders stark nachgefragt. Sie basieren auf C9- oder C10-Alkoholen wie beispielsweise 2-PH, das zehn Kohlenstoffatome enthält. Diese Weichmacher zeichnen sich durch gute Kälteeigenschaften und geringe Flüchtigkeit aus und sind vielseitig einsetzbar. Zudem gehören die hochmolekularen Weichmacher zu den meist untersuchten chemischen Stoffen und wurden in den von der Europäischen Union durchgeführten Untersuchungen als risikofrei bezeichnet. Immer mehr PVC-Verarbeiter setzen daher bevorzugt die hochmolekularen Weichmacher ein, die infolgedessen ein überproportionales Wachstum verzeichnen. Schon heute erzeugt Evonik am Standort Marl jährlich 340.000 Tonnen des C9-Weichmacheralkohols Isononanol (INA) und verfügt damit über die weltweit größte Anlage zur Herstellung von INA. INA und 2-PH ergänzen sich sehr gut, weil sich mit den daraus hergestellten Weichmachern das Eigenschaftsspektrum von Weich-PVC über einen weiteren Bereich variieren lässt. Stärkung des C4-Produktionsverbunds in Marl Mit der neuen Anlage optimiert Evonik auch seinen Produktionsverbund in der C4-Chemie, in der das Unternehmen über langjähriges Know-how verfügt. Dieser weltweit einzigartige Verbund in Marl verwandelt das bei der Erdölverarbeitung anfallende Crack-C4 zu hochwertigen Vorstufen und Produkten wie zum Beispiel Butadien, MTBE, Isobuten, Buten-1 oder Isononanol. Alle Verfahrensstufen sind weitestgehend eigene Entwicklungen, die im Verbund die eingesetzten Rohstoffe und Energien optimal nutzen. Evonik veredelt im Geschäftsgebiet C4 Chemistry jährlich insgesamt rund 1,5 Millionen Tonnen Crack-C4 und ist damit in Europa bedeutendster Verarbeiter auf diesem Gebiet. |
Evonik Industries AG, Essen
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