| 09.02.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Wahrnehmung für die Endlichkeit unserer natürlichen Ressourcen, die Einführung verschiedener Umweltgesetzte aber auch die Forderung des Marktes nach "grünen" Produkten hat dazu geführt, dass in allen Industriebereichen vermehrt der Einsatz von biobasierten Werkstoffen oder Naturfasermaterialien (NFK, WPC) m Fokus des Interesses steht. Statt auf begrenzt verfügbare fossile Rohstoffe setzt die Industrie immer öfter auf nachwachsende Biomaterialien. Die Produkthersteller reagieren damit nicht nur auf steigende Rohstoffpreise, sondern stärken zugleich ihr Profil als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in der Öffentlichkeit. Der Markt der Biokunststoffe ist in den letzten Jahren gewachsen und hat an Popularität und Bedeutung gewonnen. Allerdings liegt der Rohstoffpreis noch häufig über den seines fossilen Pendants. Einhergehend mit dem Wunsch nach Alternativen trifft man zudem auf das Problem der Verfügbarkeit geeigneter Materialdaten dieser Werkstoffe. Es ergeben sich somit die Fragen: Was können nachhaltige Materialien im Vergleich zu den petrochemischen Vergleichsmaterialien wirklich leisten? Gibt es bereits Materialien oder Modifizierungsmöglichkeiten, mit denen ähnliche Eigenschaften oder sogar Produktverbesserungen zu den bisherigen Ingenieurwerkstoffen zu erzielen sind? Wie ist die Oberfläche bei dem Einsatz von Sichtteilen zu beurteilen? Ebenso besteht oft noch Unsicherheit im Bereich der Verarbeitung und Werkzeugauslegung. Der Markt ist zudem noch nicht hinreichend bekannt, so dass die Leistungsfähigkeit dieser Materialien kaum einzuschätzen ist. Vor diesem Hintergrund führt das Kunststoff-Institut Lüdenscheid in Kooperation mit der ISK Iserlohner Kunststoff-Technologie GmbH und der FH Südwestfalen ein Verbundprojekt „Einsatz nachhaltiger Materialien“ - Technische Anwendungen biobasierter Werkstoffe - zur Klärung dieser Fragen hinsichtlich der Themenschwerpunkte "Material, Werkzeug, Verarbeitung und Oberfläche". Ausgewählte Versuchsreihen sollen Aufschluss über die Möglichkeiten einer Umsetzung geben. Schwerpunkte bilden Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und naturfaserverstärkten Kunststoffen. Der Einsatz von Sonderverfahren im Bereich des Spritzgießens oder der Oberflächentechnik genießt besondere Bedeutung. Der Projektstart ist für April 2010 vorgesehen. Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Michael Tesch Tel. +49 (0) 23 51.10 64-160 tesch@kunststoff-institut.de Informationen und Anmeldungen: Am Freitag, den 26. Februar 2010, findet ab 9.30 Uhr im Kunststoff-Institut Lüdenscheid, Karolinenstr. 8 in Lüdenscheid, hierzu ein Verbundprojekttag statt. Kontakt: Sandra Wagner Tel. + (0) 23 51.10 64-192 Interessenten können sich auch über die Homepage www.kunststoff-institut.de anmelden. |
Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, Lüdenscheid
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