| 23.04.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Frankreich hat einen Vierjahresplan für ein ökologisch anspruchsvolles Abfallmanagement vorgelegt. Die Umsetzung impliziert für den öffentlichen Sektor und die Privatwirtschaft Kosten über rund 7 Mrd. Euro, wobei die Modernisierung der Infrastruktur im Vordergrund steht. Die in den letzten Jahren bedeutend gewachsene Recyclingindustrie musste 2009 wohl einen Umsatzeinbruch um 20% verkraften, dürfte aber 2010 wieder stärker anziehen. Der Markt bleibt dynamisch und bietet viele Einstiegschancen über Investitionen, Partnerschaften oder Übernahmen. In der Branche besteht eine Tendenz zur Diversifikation und Konzentration. So stieg der Anteil der Unternehmen mit drei und mehr Zweigen seit 2000 von 10 auf 35%, während der Anteil monostrukturierter Betriebe von 52 auf 28% sank. Andererseits existieren aber auch viele Unternehmen, die sich spezialisiert haben. Dazu gehören etwa Aliapur (Gummireifen), Valorplast (Kunststoffe und Haushaltsverpackungen), Ecopse (Polystyrol), Recyfilm (Kunststofffolien), Ecofut (Kunststoffbehälter), Motus-véolia (Papier und Dokumente) oder Adivalor (Agrarabfälle). Im DEEE-Zweig betreibt Veolia Propreté landesweit fünf Zentren mit einer Kapazität von jährlich 90.000 t und einer Recyclingquote von 81%. Ein Projekt wurde Mitte 2008 gemeinsam mit dem Partner Thomson in Angers in Betrieb genommen. Weitere wichtige Akteure sind Sita France (Suez Environnement) und CFF Recycling. Bereits 2006 in den Teilmarkt eingestiegen ist Paprec, die Nummer Eins im Recycling von Kunststoffen, durch die Übernahme einer Beteiligung am DEEE-Unternehmen Valdelec. Die schweizerische Immark eröffnete 2008 für 10 Mio. Euro eine Anlage in Beaucaire (Gard) mit einer Jahresleistung von 40.000 t. Weiterführende Informationen |
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