| 28.10.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() ![]() Mit Kunststoff von Bayer MaterialScience: Der Roboteranzug HAL® unterstützt die menschliche Motorik. Das weiß-glänzende Kunststoff-Gehäuse des Roboteranzugs basiert neuerdings auf einer thermoplastischen Polymer-Mischung aus der Produktklasse Bayblend®. "Unser Werkstoff verbindet für HAL® die geforderte Schlagzähigkeit mit einem ansprechenden Design", erklärt Dr. Lorenz Kramer, der bei Bayer MaterialScience für den Bereich Robotics verantwortlich ist. "Durch die Zusammenarbeit mit CYBERDYNE bauen wir unsere globalen Aktivitäten im Zukunftsmarkt Robotik weiter aus." Exoskelett HAL® soll das Leben erleichtern In Japan wird HAL® - die Abkürzung steht für Hybrid Assistive Limb - bereits in einem Leasingmodell zum Einsatz in Rehabilitationszentren genutzt. Hier helfen die künstlichen Beine dem Träger bei alltäglichen Aktivitäten wie Gehen, Aufstehen oder Treppensteigen und unterstützt so auch beim Aufbau von Muskeln. Angesichts der zunehmenden Alterung der japanischen Gesellschaft wird für solche Serviceroboter in den kommenden Jahren ein rapides Marktwachstum vorausgesagt. Erhebliches Potenzial sehen Experten tendenziell in der gesamten westlichen Welt. "Dank der Verwendung von Bayblend® wird die Funktionalität von HAL® noch deutlich verbessert", erklärt Professor Yoshiyuki Sankai, CEO und Gründer von CYBERDYNE, Inc. Er sieht noch zahlreiche weitere Verwendungsmöglichkeiten für Polymere bei der Herstellung von Robotern. Hierbei werde derzeit noch überwiegend Metall verwendet, das jedoch zu viele Einschränkungen habe. Sankai: "Die ausgeprägte Innovationskraft und Technologie-Orientierung von Bayer MaterialScience ist für uns sehr wertvoll. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit." Einsatz auch in Fabriken oder im Katastrophenschutz Nach den Vorstellungen des international renommierten Wissenschaftlers, der an der Universität von Tsukuba nahe Tokio lehrt, soll der Roboteranzug nicht nur im Gesundheitsbereich verwendet werden. Da HAL® die Körperkraft nahezu verzehnfachen könne, sei das System auch geeignet, um schwere körperliche Arbeit etwa in Fabriken oder auf Baustellen zu erleichtern. Außerdem sei denkbar, dass das Exoskelett Unterstützung im Katastrophenschutz leiste oder bei sportlichen Aktivitäten helfe. Der Roboteranzug wird an die menschlichen Gliedmaßen festgegurtet. Die Steuerung erfolgt über einen Computer, der Signale von Elektroden auf der Haut des Benutzers empfängt. Diese wiederum registrieren in Sekundenbruchteilen die schwachen bioelektrischen Impulse, die das Gehirn an die Muskeln sendet, wenn eine Bewegung beabsichtigt ist. Der ganze Roboteranzug bewegt sich so synchron zum körperlichen Bewegungsablauf des Trägers. Weitere Informationen: www.bayermaterialscience.de K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 6, Stand A75-1/2/3 |
Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
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