| 29.10.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Bayer-Konzern hat im 3. Quartal 2010 ein deutliches Plus bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis erzielt. "Wir sind zufrieden, dass wir im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr zulegen konnten, und wir bleiben für das Jahr 2010 zuversichtlich", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers am Donnerstag anlässlich der Vorlage des Zwischenberichts. Zu der positiven Geschäftsentwicklung in den Monaten Juli bis September trug insbesondere MaterialScience bei. Auch CropScience weitete das Geschäft aus und steigerte die operative Performance. HealthCare blieb bei stabilem Umsatz leicht hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Währungseffekte wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus - insbesondere bei HealthCare und CropScience. Der Konzernumsatz wuchs im 3. Quartal um 16,1 Prozent auf 8,581 (Vorjahr: 7,392) Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte entspricht das einer Steigerung um 8,4 Prozent. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 10,5 Prozent auf 1,656 (1,499) Milliarden Euro. Hierzu trugen vor allem der kräftige Ergebnisanstieg bei MaterialScience sowie positive Währungseffekte bei. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen stieg um 18,5 Prozent auf 992 (837) Millionen Euro. Erhebliche Umsatz- und Ergebnissteigerung bei MaterialScience Das Geschäft mit hochwertigen Materialien verbesserte sich im Vergleich zum konjunkturbedingt schwachen Vorjahresquartal deutlich. Der Umsatz von MaterialScience stieg um 30,8 (wb. 23,0) Prozent auf 2,665 (2,038) Milliarden Euro. Dies war vor allem auf die signifikant gestiegene Nachfrage in den Hauptabnehmerbranchen zurückzuführen. Darüber hinaus konnten die Verkaufspreise insgesamt deutlich angehoben werden. Das Geschäft mit Rohstoffen für Schaumstoffe (Polyurethane) expandierte um wb. 22,7 Prozent. Dies war auf erhebliche Mengenausweitungen in allen Produktgruppen und Regionen zurückzuführen. Am stärksten nahm der Absatz in Asien/Pazifik zu. Ähnlich war die Entwicklung in der Region Europa, die im Vorjahr noch deutlich durch die Wirtschaftskrise belastet war. Die hochwertigen Kunststoffe (Polycarbonat) entwickelten sich mit einem Plus von wb. 28,7 Prozent ebenfalls sehr erfreulich. Das Geschäft mit Rohstoffen für Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten wuchs um wb. 17,6 Prozent. Hierzu trugen im Wesentlichen signifikante Mengensteigerungen in allen Produktgruppen und Regionen bei, wobei die Nachfrage insbesondere in Asien/Pazifik und Europa spürbar anzog. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von MaterialScience verbesserte sich erheblich und erreichte 409 (238) Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür waren neben den signifikant gestiegenen Absatzmengen und den höheren Verkaufspreisen auch die erzielten Effizienzsteigerungen. Belastend wirkten sich allerdings die gestiegenen Rohstoffkosten auf das Ergebnis aus. MaterialScience ist auch für den weiteren Jahresverlauf optimistisch. Für das saisonal schwächere Schlussquartal geht der Teilkonzern davon aus, dass Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen zwar deutlich unter dem starken 3. Quartal 2010, jedoch signifikant über dem vergleichbaren Vorjahresquartal liegen werden. Bezogen auf das Geschäftsjahr 2010 erwartet der Teilkonzern einen Umsatz in der Größenordnung von 10 Milliarden Euro und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von über 1,3 Milliarden Euro. Damit würde das Vorjahresergebnis in etwa verdreifacht. Insgesamt hat sich das MaterialScience-Geschäft eindrucksvoll und schneller erholt als erwartet. Die ursprüngliche Zielsetzung für MaterialScience, 2012 im Umsatz wieder auf Vorkrisenniveau zu liegen, wird damit wesentlich früher erreicht als geplant. Weitere Informationen: www.bayer.de |
Bayer AG, Leverkusen
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