| 03.12.2010, 12:58 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Preissprünge und Zugangsschwierigkeiten machen die Rohstoffversorgung für die Unternehmen zum Nadelöhr. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Neun von zehn Industrieunternehmen litten unter den steigenden Rohstoffpreisen. Mehr als jedes zweite Industrieunternehmen befürchte sogar, die erforderlichen Rohstoffe überhaupt nicht mehr zu erhalten. "Die Rohstoffrechnung fällt für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2010 allein schon aufgrund der Preissprünge um rund 30 Mrd. Euro höher aus als im Vorjahr. Im kommenden Jahr rechne ich mit einem weiteren kräftigen Anstieg der Rohstoffausgaben, da nicht nur die Preise weiter steigen, sondern auch die Nachfragemenge wegen der weiteren konjunkturellen Verbesserung eher noch zunehmen dürfte", warnt Driftmann. Die Rohstoffversorgung entwickle sich damit zu einem immer größeren wirtschaftlichen Risiko – obwohl die deutsche Industrie im internationalen Vergleich besonders ressourceneffizient produziert. Die sich abzeichnende Rohstoffklemme erzeuge in der Wirtschaft einen hohen Handlungsdruck. Insbesondere die Industrieunternehmen setzten alle Hebel in Bewegung, um ihre Rohstoffversorgung abzusichern. Über 70 Prozent der Industrieunternehmen nehmen laut DIHK ihr Ressourcenmanagement unter die Lupe. Sie suchten nach Optimierungsmöglichkeiten - und zwar von der Beschaffung bis zum Absatz. Die Hälfte der Industriebetriebe verstärke zudem seine Anstrengungen für Forschung und Entwicklung, um den Ressourceneinsatz im Unternehmen weiter zu optimieren. Darüber hinaus benötigten die Unternehmen von der Politik flankierende Maßnahmen. "Unterstützung bei Forschung und Entwicklung im Rohstoffbereich sowie eine handelspolitische Absicherung haben Priorität. Faire Regelungen für alle Export- und Importländer von Rohstoffen sind unabdingbar. Der freie Rohstoffzugang muss fester Bestandteil internationaler Handelsabkommen werden" unterstreicht Driftmann. Hingegen solle die Politik alles unterlassen, was in dieser schwierigen Situation die Unternehmen zusätzlich belastet. Aber gerade das wäre bei Regulierungen wie zum Beispiel höheren Recyclingquoten die Folge. Die steigenden Rohstoffpreise seien nur zum Teil Zeichen einer wiederbelebten Weltkonjunktur und des Ressourcenhungers der Schwellenländer. Preistreibend wirkten schlechte Ernten bei regenerativen Rohstoffen und Angebotsverknappungen durch Länder mit Ressourcenvorkommen. "Erschwerend kommt für die deutschen Unternehmen hinzu, dass immer mehr Rohstoffanbieter Verträge für kürzere Zeiträume abschließen - zulasten der Planungssicherheit der Unternehmen" beklagt Driftmann. Über die Hälfte der Industrieunternehmen berichteten bereits über zunehmende Probleme bei der Vertragssicherheit. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.dihk.de |
Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V., Berlin
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