| 12.04.2011, 10:43 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Über 90 Kunststoffverarbeiter informierten sich Ende März im Technikum von FKT Formenbau und Kunststofftechnik in Triptis über die Möglichkeiten und Chancen des MuCell-Schaumspritzgießens. ENGEL Nürnberg hatte gemeinsam mit seinen Partnern FKT und Trexel zu dieser Veranstaltung eingeladen. Nach nunmehr zwei ausgebuchten Seminaren zum Thema MuCell – das erste fand im November bei ENGEL Austria in Schwertberg/Österreich statt – will ENGEL die Seminarreihe im Herbst mit neuen Terminen fortsetzen, teilt das Unternehmen mit. Leichtbau ohne Verzug „Das physikalische Schäumen nach MuCell gewinnt derzeit massiv an Bedeutung“, so Claus Wilde, Vertriebsingenieur von ENGEL Deutschland in Nürnberg. Vor allem zwei Faktoren macht er als Wachstumstreiber aus: zum einen der sich weiter verstärkende Trend zum Leichtbau sowie die Verzugsarmut, die im MuCell-Verfahren hergestellte Produkte aufweisen würden. Ein typisches Anwendungsbeispiel sind Bauteile für Durchlauferhitzer aus glasfaserverstärktem Polyamid für die Heißwasserbereitung, die während der Veranstaltung auf einer ENGEL duo 7050/1100-Spritzgießmaschine mit MuCell-Ausrüstung hergestellt wurden. Durchlauferhitzer aus Kunststoff können gegenüber den traditionell aus Metallrohren produzierten Geräten durch deutlich niedrigere Herstellkosten punkten, problematisch sei jedoch, dass sich die Bauteile nach dem Spritzguss verziehen. Mit Hilfe der MuCell-Technologie konnte dieses Problem gelöst werden, heißt es weiter. Spritzen von Dünn auf Dick, keine Einfallstellen, hohe Dimensionsstabilität und verbesserte Fließeigenschaften – das Seminar in Triptis zeigte anschaulich, wie sich mittels MuCell die Grenzen des Kompaktspritzgießens überwinden lassen und neue Konstruktionsfreiheiten eröffnen. So erlaube der MuCell-Prozess auch das Dimensionieren von dünnen Bereichen im Bauteil, während Wandstärken von 1 mm im Kompaktspritzguss nicht mehr dargestellt werden können. Beim physikalischen Schäumen mit der MuCell-Technologie wird Stickstoff oder Kohlendioxid in überkritischem Zustand während des Plastifizierens unter Druck in die Kunststoffschmelze injiziert und homogen verteilt. Nach dem Einspritzen in die drucklose Form trennt sich das Gas wieder aus der Schmelze und bildet eine feinzellige Schaumstruktur. Seit 2005 werden für MuCell keine Lizenzgebühren mehr erhoben, was die Marktdurchdringung dieser Technologie zusätzlich vorantreibt. Gemeinsam decken die Technologiepartner ENGEL, FKT und Trexel die komplette Prozesskette für das physikalische Schäumen mit der MuCell-Technologie ab. Der Spritzgießmaschinenbauer und Automatisierungsexperte ENGEL, der Formen- und Werkzeugbauer FKT und der Entwickler des MuCell-Verfahrens Trexel bündeln dabei ihr Know-how für hocheffiziente anwendungsspezifische Lösungen. Weitere Informationen: www.engelglobal.com, www.fkt-triptis.de, trexel.com |
Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich
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