| 09.03.2005 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die geba Kunststoffcompounds GmbH (www.geba-plast.com) hat in Ennigerloh, Münsterland, ein neues, 5.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum eröffnet. Zu den verschiedenen Kunden, die es bereits nutzen, gehört auch die Hella KGaA, Lippstadt, die sich auf die Produktion von Scheinwerfersystemen (Bild) sowie elektromechanischen und elektronischen Komponenten für die Automobilindustrie spezialisiert hat. „geba lagert für uns und einen Großteil unserer Zulieferer technische Thermoplaste im neuen Zentrum ein und kümmert sich – häufig „just-in-time“ – um die komplette Belieferung unserer Werke mit diesen Werkstoffen“, erklärt Alexander Kuhr vom globalen Materialgruppenmanagement für technische Thermoplaste bei Hella. Mit der Fertigstellung des 1,5 Millionen Euro teuren Logistikzentrums kann geba weiteren Kunden diesen Service anbieten – inklusive der Abholung und Einlagerung angebrochener Gebinde. „Mit unserem Angebot entsprechen wir dem Wunsch vieler Extrudeure und Spritzgießer, sich auf die eigentliche Kunststoff-Verarbeitung zu konzentrieren und die Compoundierung und Lagerhaltung an externe Spezialisten abzugeben“, sagt Liane Gnegeler, Gründerin und Geschäftsführerin von geba. Über die elektronische Lagerbestandsführung, die mit den kundeneigenen EDV-Systemen vernetzt ist, kann der Kunde jederzeit den Bestand an Materialien im neuen Logistikzentrum prüfen und Bestellungen vornehmen. Beide Seiten haben stets Einblick in die jeweiligen Buchungen. Um Fehler im Umgang mit den Thermoplasten zu vermeiden, sind im Logistikzentrum ausschließlich Kunststoff-Fachkräfte beschäftigt. „Für die just-in-time Lieferung mit Mengen von 25 Kilogramm bis zu mehreren Tonnen unterhalten wir einen eigenen Fuhrpark, der unter anderem aus drei Aufliegerfahrzeugen und einem Silozug besteht“, berichtet Ulrich Dietz, Vertriebsleiter bei geba. Für Eilaufträge steht rund um die Uhr eine Fahrbereitschaft zur Verfügung. Neben einer Wareneingangs- und -ausgangskontrolle, die Standardprüfungen wie zum Beispiel die Messung des Volumen-Fließindex (MVR), der Vicat-Temperatur und der Schlagzähigkeit umfasst, führt geba auf Wunsch auch weitergehende Materialprüfungen im hauseigenen Prüflabor durch. Hierzu zählen etwa die Messung der Streckdehnung und -spannung, der Kugeldruckhärte, des elektrischen Oberflächenwiderstands oder die Glühdrahtprüfung. „Unser neues Angebot ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses. Denn wir sehen unsere Stärke nicht allein in der Compoundierung und Veredlung von technischen Thermoplasten, sondern wollen unseren Kunden ein Rundumpaket an Leistungen bieten, mit dem sie ihre Produktivität steigern, die Qualität ihrer Produkte verbessern und Kosten einsparen können“, so Liane Gnegeler. So arbeitet geba zum Beispiel schon länger mit Hella und deren Spritzgießern bei der Entwicklung von Werkstoff- und Bauteilkonzepten zusammen. Der geba-Service rund um das Granulat für den Spritzguss und die Extrusion reicht von der Anwendungsberatung und über die Additivierung bis hin zur Vorserienentwicklung. Ein Spezialgebiet des Unternehmens ist die Entwicklung von Compounds mit Spezialfarben oder mit optischen Effekten. Hierfür wurde eigens ein Farblabor eingerichtet. Große Erfahrung hat Geba auch beim Colour Matching von Baugruppen, deren Einzelteile sich aus verschiedenen Materialien zusammensetzen. Das technische Equipment baut sich um 15 Extrusionslinien der neuesten Generation auf und erfüllt nach Unternehmensangaben höchste Ansprüche. Mit den leistungsfähigen Maschinen können im Jahr über 10.000 Tonnen Rohgranulat produziert werden. Für die Herstellung homogener Chargen in Mengen von bis zu 20 Tonnen stehen sechs Silomischer zur Verfügung. Außerdem verfügt geba über ein Anwendungstechnikum. Seit 1999 hat geba mit der Gecomplast im spanischen Valencia ein zweites Standbein im europäischen Markt. Das Tochterunternehmen wird von Sven Gnegeler, dem Sohn der geba-Inhaber, geleitet. Mittelfristig soll auch eine Produktionsstätte in den neuen EU-Ländern errichtet werden. Außerdem ist geplant, ein noch enger geknüpftes, europaweites Vertriebsnetz aufzubauen. „Wir wollen in puncto technischem Service und Beratung näher am Kunden sein“, so Dietz. Die 1986 gegründete geba Kunststoffcompounds GmbH erwirtschaftete im Jahr 2003 mit 118 Mitarbeitern einen Umsatz von 20 Mio. Euro. |
geba Kunststoffcompounds GmbH, Enningerloh
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