| 29.06.2012, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Obwohl Deutschland die größte PET-Sammelmenge in Europa hat, steht das Material den deutschen Verwertern in nicht ausreichendem Maße zur Verfügung. Nach Meinung der deutschen PET-Recyclingunternehmen, die sich zu einem PET-Arbeitskreis innerhalb des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zusammengeschlossen haben (siehe auch plasticker-News vom 2.4.2012), ist ein Ende dieses Trends nicht absehbar. Der Grund für diese Entwicklung liege in den wesentlich schlechteren Sammelsystemen der europäischen Nachbarländer, wie beispielsweise Frankreich oder Italien. Es werden zu wenige PET-Flaschen gesammelt, die den dort ansässigen PET-Verwertungsanlagen fehlen. Diese versuchen dann, durch PET-Importe aus Deutschland ihren Input zu sichern. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die Verwertungskapazitäten der PET-Aufbereitungsanlagen in Europa insgesamt nicht ausgelastet sind. Diskutiert wurde im PET-Arbeitskreis auch eine Änderung beim Labeling von PET-Flaschen, die in den letzten Monaten zu höheren Kleberanteilen und Problemen beim Waschen der Flakes führte. Die Anlagenbetreiber waren sich einig, Abfüllern und Brand Ownern hierüber Gespräche anzubieten, um die Probleme aufzuzeigen, aber auch, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Eindringlich warnten die PET-Recycler vor Überlegungen, PET-Flaschen bereits bei der Rücknahme zu zerkleinern. Sie wiesen darauf hin, dass Material so nicht mehr eindeutig zwischen klar und bunt getrennt werden könne und damit auch Qualität und Wert des Materials gemindert werde. Die überwiegende Anzahl der Anlagen ist darüber hinaus nicht darauf eingerichtet, solches Material zu übernehmen und zu verwerten. Weitere Informationen: www.bvse.de |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn
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