| 18.01.2013, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der staatliche russische Gaskonzern GazProm plant die Investition von mehr als 620 Mrd. RUB (15,3 Mrd. EUR) in die Errichtung eines neuen Gaschemiekomplexes im fernöstlichen Gebiet Amur. Darüber informierte die Gebietsverwaltung in einer Pressemitteilung nach einem Treffen von Gouverneur Oleg Kozhemyako mit GazProm-Vertretern am Dienstag. Den Angaben zufolge soll der Komplex auf einem insgesamt 886 ha großen Areal bei Belogorsk an der Transsibirischen Eisenbahn und der Fernverkehrsstraße R297 (Amur) entstehen. In einem ersten Abschnitt soll ab 2015 mit der Errichtung von Anlagen zur Erdgasaufbereitung und zur Gewinnung von Helium begonnen werden, die 2018 die Produktion aufnehmen sollen. Ab 2021 ist dann die Errichtung weiterer Anlagen für die Verarbeitung von Erdgas zu Glykolen, Polypropylen, Polyethylen und anderen Kunststoffen geplant. Nach der kompletten Fertigstellung, die für 2029 vorgesehen ist, soll die Verarbeitungskapazität des Komplexes bei 55 Mrd. m³ Erdgas im Jahr liegen. Der Mitteilung zufolge ist mit dem Projekt auch ein umfassender Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Umfeld des Standorts bei Belogorsk verbunden. Die Gebietsverwaltung rechnet während der Bauarbeiten mit rund 5.500 neuen Jobs, in dem Komplex selbst sollen dann etwa 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Versorgt werden die Anlagen künftig mit Erdgas aus der Lagerstätte Chayanda in Jakutien, in deren Erschließung GazProm bis 2018 etwa 430 Mrd. RUB (10,6 Mrd. EUR) investiert. Weitere 770 Mrd. RUB (19,1 Mrd. EUR) fließen dabei in den Bau einer neuen Pipeline von der jakutischen Förderregion über Belogorsk und Khabarovsk nach Vladivostok in der Pazifik-Region Primorye. Weitere Informationen: www.gazprom.ru Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Russland
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